4. September 2021
Geesthacht

Wer hilft mit, die Welt zu retten?

„Fridays for Future“ sucht neue Mitstreiter

Sie werben mit ihrer Kreide-Aktion in der Geesthachter Fußgängerzone um neue Mitstreiter für die „Fridays for Future“-Ortsgruppe Lauenburg & Geesthacht (v.l.): Rebecca Streichhahn, Laura Hama, Michael Galle, Dennis Zdunek, Helena Knüppel. Hockend: Rawezh Hama Foto: Dirk Schulz

Sie werben mit ihrer Kreide-Aktion in der Geesthachter Fußgängerzone um neue Mitstreiter für die „Fridays for Future“-Ortsgruppe Lauenburg & Geesthacht (v.l.): Rebecca Streichhahn, Laura Hama, Michael Galle, Dennis Zdunek, Helena Knüppel. Hockend: Rawezh Hama Foto: Dirk Schulz

GEESTHACHT Kurz drohte Petrus dem ersten Auftritt der neuen „Fridays for Future“-Ortsgruppe Lauenburg und Geesthacht einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Doch es blieb bei ein paar Tropfen Regen, sodass die sechs Gründungsmitglieder der hiesigen Klima-Aktivisten nur noch mit dem für August empfindlich kalten Wind zu kämpfen hatten. Mit einer Kreide-Aktion, bei der die Vorbeikommenden ihre Gedanken zum Klima auf dem Pflaster hinterlassen sollten, was bei Regen schwierig geworden wäre, will die erst vor vier Wochen gegründete Gruppe neue Mitstreiter gewinnen.

„Nur kurz die Welt retten“ war später auf dem Boden zu lesen. Oder „Zeit zu handeln“. Katja Vollbrandt vom Nabu malte eine Blume und Martina (14) und Livia (12), die auf dem Heimweg von der Alfred-Nobel-Schule vorbeikamen, verewigten sich jeweils mit zwei von am Ende vielen Fußabdrücken, die von einem großen Kreis umgeben waren. Diese standen symbolisch für die Fußabdrücke, die wir auf der Erde hinterlassen.

„Bei uns war die Flut, in Florida, Australien, Griechenland oder der Türkei brennt die Welt. Wir können das Thema Klimawandel gar nicht mehr ignorieren“, sagte das mit Abstand älteste Mitglied Michael Galle, der auf der Gitarre sein selbst geschriebenes Lied „Wir wollen das Leben schützen“ spielte. Die übrigen Aktivisten um Rawezh und Laura Hama sind zwischen 24 und 31 Jahren alt.

Vor Ort wollen sie sich für mehr Radwege und einen besseren ÖPNV einsetzen. Am 24. September, zwei Tage vor der Bundestagswahl, wollen sich die Geesthachter und Lauenburger dann auch am globalen Klimastreik beteiligen, auf dem weltweit für mehr Klimagerechtigkeit gestritten werden soll.

„Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Leute die Partei wählen, die auch für die Natur kämpft“, sagte Rawezh Hama, ohne dabei jedoch eine konkrete Wahlempfehlung abgeben zu wollen. Seine Frau Laura hielt währenddessen ein Schild mit der Aufschrift „Act Now“ (Handelt jetzt) hoch.

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