17. September 2022
Geesthacht

Verkehrskonzepte für den Südkreis

Radverkehr und ÖPNV sollen dabei im Fokus stehen

Schwarzenbeks Bürgermeister Norbert Lütjens mit Joshua (7) und dessen Seilbahn-Lösung für die Mobilität der Zukunft Foto: Huhndorf

LAUENBURG/SCHWARZENBEK/GEESTHACHT Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für den gesamten Südkreis soll es werden, was am
26. September in Lauenburg vorgestellt wird.

„Die Radwege brauchen durchweg auf jeden Fall mehr Pflege“, lautete das Fazit der Schwarzenbekerin Gudrun Kock am Ende der diesjährigen Aktion Stadtradeln Ende Juni. Und mit ihrer Meinung ist sie nicht allein: Viele Teilnehmer der Aktion listeten nicht nur die zurückgelegten Radkilometer auf, sondern auch die Mängel an den Wegen.

E-Mobilität und Car-Sharing ausbauen

Beim nachhaltigen Mobilitätskonzept der Ämter Büchen, Hohe Elbgeest und Schwarzenbek-Land sowie der Städte Geesthacht, Lauenburg/Elbe mit dem Amt Lütau und Schwarzenbek standen jedoch nicht nur die Radwege im Fokus.

Die Kommunen hatten sich zusammengeschlossen, um in zahlreichen Workshops mit Bürgern unter Federführung der Aktivregion Sachsenwald Elbe einen Leitfaden für den Verkehr der Zukunft im Kreis zu entwickeln, der vom Lübecker Verkehrsplanungsbüro urbanus erstellt wurde und nun fertig ist.

Am Montag, 26. September, wird das Mobilitätskonzept um 19 Uhr im großen Saal der Albinus-Gemeinschaftsschule (Schulstraße 1) in Lauenburg vorgestellt.

Zentrale Themen des Konzepts sind unter anderem das Radwegenetz und die Radwegeinfrastruktur, Bike- und Carsharing, E-Mobilität, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Mobilitätsstationen sowie Knotenpunkte.

Auch auf Öffentlichkeitsarbeit, Service und Kommunikation wird im Konzept Wert gelegt. Es beinhaltet auch Karten zum Ausbau der Infrastruktur und der Verbindungen zur Stärkung nachhaltiger Mobilität. Ziel ist eine Verkehrsverlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel inklusive der Stärkung des ÖPNV und des Rad- und Fußverkehrs.

Kurz- und langfristige Maßnahmen in Planung

Damit soll das Konzept die Basis für künftige Infrastrukturmaßnahmen in der Region werden – sowohl langfristige wie kurzfristige.
Mit dem Schwarzenbeker Stadtverkehr, fünf mit E-Bussen bediente Stadtbuslinien starten im Dezember, ist ein Ziel des Konzepts bereits verwirklicht. Der Bau neuer Radwege kann hingegen noch dauern, weil dafür oft auch ein Grunderwerb notwendig ist.
Mobilität und deren nachhaltige Gestaltung sowie gute Erreichbarkeit sind wichtige Standortfaktoren und beeinflussen die Lebensqualität in der Region.

Auch für den Klimaschutz spielt die Mobilität eine zentrale Rolle, so dass viele Kommunen das Thema in ihren Klimaschutzkonzepten bereits verankert haben.

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