20. Januar 2023
Geesthacht

Neue Rettungswache im Sommer fertig

Richtfest für 4,3 Millionen Euro teuren Neubau

Richtfest der neuen Rettungswache am Johanniter-Krankenhaus Geesthacht (v.l.): Olaf Schulze (Bürgermeister), Kai Steffens (Herzogtum Lauenburg Rettungsdienstgesellschaft), Mario Stapelfeldt (Bauunternehmer), Frank Germeroth (Krankenhausleiter) und Christoph Mager (Landrat) Foto: Schulz

GEESTHACHT Der Bau der größten Rettungswache im Kreis Herzogtum Lauenburg schreitet gut voran. Seit Juni 2022 errichtet die Firma Stapelfeldt aus Geesthacht das Gebäude auf dem Gelände des Johanniter-Krankenhauses Am Runden Berge. Jetzt wurde das Richtfest gefeiert, und bereits ab Sommer sollen die Retter von dort zu ihren Einsätzen ausrücken.

„Wir liegen im Zeit- und Kostenplan. Das ist heutzutage ja selten. Aber hier sind Profis am Werk“, richtete Krankenhausleiter Frank Germeroth als Bauherr seinen Dank an die Arbeiter. Bislang sind von den mit 4,3 Millionen Euro veranschlagten Kosten 1,1 Millionen Euro verbaut.

Sofern die Witterung mitspielt, wird als nächstes die Verblendmauerung des zweigeschossigen Teils ausgeführt. Im Anschluss folgen Fenster und Türen und daraufhin geht es ab etwa Anfang März an den Innenausbau und die Technik. Die Fahrzeughalle soll im April die Verkleidung und die Tore erhalten, im Mai sind Restarbeiten und die Außenanlagen an der Reihe. Der Grundriss des Gebäudes, in dem es auch Ruheräume für die bis zu 15 stationierten Helfer gibt, beträgt rund 35 mal 21 Meter.

„Die Fertigstellung ist im Juni angepeilt“, sagte Architekt Oliver Nordmeier vom Büro „Planungsring Mumm + Partner“, das bereits von 1983 bis 1986 den Krankenhaus-Neubau und den Bau der Psychiatrie (1995-97) bereut hatte. Dort, wo jetzt die Rettungswache entsteht, stand von 1951 bis 1986 das alte Krankenhaus, das bis 1981 städtisch war.

Die alte Rettungswache direkt am Krankenhaus war zu klein geworden und entspricht nicht mehr den Standards. Nach heutigen Anforderungen muss etwa die Patiententrage, um nur ein Beispiel zu nennen, bei geschlossenem Garagentor komplett herausgezogen werden können. „Schon als ich 2015 angefangen habe, war die neue Rettungswache Thema. Für den Krankenhaus-Standort ist der Bau eine gute Entwicklung“, sagte Landrat Christoph Mager.

Zuständig für den Betrieb ist die Herzogtum Lauenburg Rettungsdienstgesellschaft (HLR). Mit der neuen Wache zentriert die HLR die Versorgung in Geesthacht und Umgebung. Der Standort an der Pankower Straße im Industriegebiet Düneberg wird aufgegeben. Das Einsatzgebiet reicht im Westen bis Börnsen, im Norden nach Aumühle und Dassendorf sowie im Osten bis Schnakenbek. 2021 war der Notarzt von Geesthacht aus rund 1900-mal ausgerückt, die Rettungswagen waren 7200-mal im Einsatz, der Krankenwagen etwa 1400-mal.

Bislang waren in der alten, engen Wache noch unter Leitung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zwei Rettungswagen für Notfälle, ein Krankenwagen etwa für Dialyse-Fahrten sowie ein Notarzt-Fahrzeug stationiert. „In der neuen Wache werden sechs Wagen stationiert. Drei Rettungs- und zwei Krankenwagen plus ein Notarzt-Einsatzfahrzeug“, sagte Steve Trebbin, stellvertretender Bereichsleiter Süd bei der HLR. Dazu kommt ein Stellplatz für ein Ersatzfahrzeug.

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