23. Juli 2022
Geesthacht

Nachhaltigkeit ist hier nicht „Banane“

FZ „Regenbogen“ möchte Siegel „FaireKITA“

Gelb und fair: Kerstin Reinhardt hat sich für die Kita als Banane verkleidet Foto: Stadt Geesthacht

GEESTHACHT  Das Geesthachter Familienzentrum Regenbogen am Neuen Krug will eine „FaireKITA“ werden – als zweite Kita Schleswig-Holsteins nach nur einer weiteren in Rendsburg.

„Wir möchten noch in diesem Sommer unsere Bewerbung abgeben“, kündigt Martina Koos, die Leiterin der städtischen Einrichtung, an.

Umweltschutz hat bereits eine Tradition in der Kita. So ist das Familienzentrum Regenbogen bereits zweimal als „KITA21 – Klimaretter“ ausgezeichnet worden. Stattgefunden hat auch schon das faire Frühstück in mehreren Gruppen im Rahmen der „Fairen Woche“. Dabei wurde mit den Kindern die Herkunft von Bananen und Orangen besprochen. Die Kinder stellten dabei selbst Orangensaft her. Das nahmen die Erzieherinnen und Erzieher zum Anlass, die tatsächliche Produktion von Orangensaft und die Lebensbedingungen von Erntehelferinnen und Erntehelfern zu thematisieren. „Seit diesem Jahr gibt es bei uns nur noch fair gehandelten Kakao und Kaffee im Familienzentrum“, hebt Michael Iburg, stellvertretender Leiter des Familienzentrums, hervor.

Um das Siegel tragen zu können, gilt es, fünf Kriterien zu erfüllen. Am Anfang steht der Beschluss, dass die Kita künftig eine faire Kita sein möchte. Vom Beschluss bis zur Auszeichnung kann es vier bis zwölf Monate dauern, je nachdem, wie intensiv sich die Einrichtung bereits mit dem Thema beschäftigt hat.

Gefordert wird auch, dass mindestens zwei Produkte aus fairem Handel in der Kita verwendet werden. Eins muss für Erwachsene sein, wie zum Beispiel Kaffee und Tee, und ein Produkt für Kinder, wie Bananen, Reis, Saft, Schokolade oder Nüsse.

Weitere Kriterien sind Bildungsangebote zum Thema fairer Handel und die Bildung eines „Fairen Teams“ aus Kita, Eltern und optional auch einer Vertretung des Trägers. Das „Faire Team“ sorgt für die Umsetzung und kontinuierliche Einhaltung der Kriterien und behält die Dokumentation der Aktivitäten im Auge. Zu guter Letzt soll eine Öffentlichkeitsarbeit unter dem Motto „Gutes tun und darüber reden“ weitere Impulse auf andere ausüben.

Kita-Leiter Michael Iburg und Martina Koos Foto: Stadt

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