18. September 2021
Geesthacht

Kulturnacht: Weniger Besucher als erwartet

Breites Angebot und interessierte Zuschauer

Stellte in der VHS aus: Christiane Leptin mit John-Lennon-Bild

Stellte in der VHS aus: Christiane Leptin mit John-Lennon-Bild Foto: Funke

GEESTHACHT Bei 40 Programmpunkten und zahlreichen Veranstaltungsorten in der Stadt ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Gerd Andersen und Birgit Jessulat orientierten sich mit dem Vorbericht unserer Zeitung über die Angebote der dritten Geesthachter Kulturnacht, die bereits am Tage begonnen hatte.
Andersen war erst vor dem Krügerschen Haus, um von Ulrike Neidhöfer Wissenswertes über Alfred Nobel zu erfahren und ging anschließend zur Volkshochschule. Dort lief das Filmprojekt „Blauer Stuhl“.
Viele Angebote von Kunst über Musik bis hin zu Vorträgen waren fußläufig zu erreichen. Die Resonanz fiel allerdings geringer aus als bei den ersten beiden Auflagen. „Man hat gemerkt, dass die Menschen wieder was erleben möchten. Aber vielleicht war es wegen der Hygieneauflagen nicht so voll wie sonst“, resümierte Bürgermeister Olaf Schulze, der auch bei der Volkshochschule zu Gast war. Neben einer Ausstellung „Frauen in der Kunst“ und dem Kurzfilm „Blauer Stuhl“ spielte dort Musiker Stefan Isenberg moderne Klassiker und las der mehrfach preisgekrönte Autor Stefan Schwarck vor.

Rostige Kunst entsteht

Gut gefüllt war die Kulturkneipe SmuX, in der Künstlerin Heike Lammerding ihre Rostmalereien nicht nur ausstellte, sondern auch zeigte, wie diese entstehen. Vor den Augen der Besucher entstanden chemische Reaktionen, etwa wenn die Künstlerin einige Tropfen blaue Patina auf eine mit Eisengrund bestrichene Leinwand träufelte. „Ich habe die Bilder schon einmal in Kollow angeschaut. Heute bin ich hier, weil es mich interessiert, wie sie entstehen“, sagte Dagmar Deitlaff (61) aus Geesthacht.
Beinahe zeitgleich mussten bei der St.-Salvatoris-Kirche einige Besucher abgewiesen werden. Zu viele wollten Irish Folk von Armin Westphal und der Kirchenband Fis hören. „Wir dürfen nur 50 Personen zeitgleich reinlassen“, berichtete Pastorin Saskia Offermann.
Jan-Michael Rogalla am Klavier bot im Krügerschen Haus eine Mischung aus Filmmusik und Klassik. Zauberer Roy stand mit Zauberbuch und seinem Kuscheltier Rudi auf der Bühne des Veranstaltungszentrums Kleines Theater Schillerstraße (KTS). In der Christuskirche gab Sänger Heinrich Rohde drei Konzertblöcke mit Chansons von Georg Kreisler vor nur wenigen Zuschauern zum Besten. „Die, die da waren, waren sehr zufrieden. Aber es war teils schwierig, das Hygienekonzept umzusetzen“, sagte Karla Rohde, die ihren Mann bei Diskussionen mit Zuschauern wegen der Platzordnung unterstützte.

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