27. Februar 2021
Geesthacht

Kathrin Bockey verabschiedet

Die SPD-Politikerin zieht nach Rönne, will dort Bürgermeisterin werden

Kathrin Bockey nahm die neue Auszeichnung entgegen Foto: Dirk Palapies

Kathrin Bockey nahm die neue Auszeichnung entgegen Foto: Dirk Palapies

GEESTHACHT Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte Kathrin Bockey (SPD): Am Sonntag feierte sie ihren 53. Geburtstag im kleinen, familiären Kreis, am Freitag hatte ihre langjährige Laufbahn als Ratsfrau in Geesthacht ein Ende
gefunden.

Bockey war seit 2003 in der Ratsversammlung, saß zudem von 2015 bis 2017 im Kreistag, seit 2017 ist sie Landtagsabgeordnete. Besonders die Erfolge bei sozialen Themen, wie etwa der verhinderte Verkauf des städtischen Seniorenheimes an einen Investor, der Einsatz für die 25-Prozent-Klausel für Sozialwohnungen beim Wohnungsbau oder auch die abgewendete Schließung des Jugendhauses „Düne“ sind ihr besonders in Erinnerung geblieben.

Die Vertreter der Fraktion sowie Bürgermeister Olaf Schulze und Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer hielten Abschiedsreden. Es gab reichlich Blumensträuße, die Grünen luden sie zu einem Spiel des FC St. Pauli ein, wenn Zuschauer wieder erlaubt sind, von der SPD gab es ein großes Badehandtuch, weil sie so gern in die Sauna geht.

Vor allem aber war es eine Premiere: Kathrin Bockey war der allererste Mensch in Geesthacht, der die neue Auszeichnung der Stadt für verdiente Bürger in Empfang nahm. Die Nadel für das Revers will sie in Kürze öffentlich tragen. „Im Kieler Landtag habe ich zwei Redebeiträge, da werde ich sie anstecken“, sagte Bockey.

Der gravierte Glasaufsteller stehe zurzeit bei ihr im Wohnzimmer am Fenster. Noch, denn Bockey wird wegziehen aus Geesthacht. In Rönne ist sie aufgewachsen, dorthin kehrt sie nun zurück. Sie hat dort die Hälfte eines Hauses geerbt, das sie beziehen wird. Und sie will für die SPD Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elbmarsch werden, am 12. September sind die Wahlen. „Eine Bürgermeisterin sollte auch dort wohnen, wo sie antritt. Das ist eine tolle Chance, meinem Leben eine neue berufliche Ausrichtung zu geben.“

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