17. Juli 2021
Geesthacht

Geesthachter Marathonmann wird 70

Winfried Anwers lief „mindestens einmal um die Erde“

„Freizeitsport-Original“ Winfried Anwers wird 70. Das original T-Shirt des ersten Hanse-Marathons hat er noch. Und ein uraltes Trikot des VfL Geesthacht mit Kragenschnürung Foto: Palapies

„Freizeitsport-Original“ Winfried Anwers wird 70. Das original T-Shirt des ersten Hanse-Marathons hat er noch. Und ein uraltes Trikot des VfL Geesthacht mit Kragenschnürung Foto: Palapies

GEESTHACHT Er ist wohl der einzige Geesthachter, der je eine Aufmachergeschichte in einer neuseeländischen Tageszeitung bekommen hat: „Runner ensuring HB lamb reaches market“ titelte die Hawke’s Bay Today am 18. November 2000 über Winfried Anwers.

Frei übersetzt: Ein Läufer sorgt dafür, dass das Lammfleisch aus der Hawkes Bay auf dem deutschen Markt ankommt. Als Foto sieht man einen sportlichen Mann, der sich die Laufschuhe schnürt. Anwers hatte damals einen neuen Job angetreten für einen Lebensmittelkonzern aus Neuseeland.

Der Mann von damals feiert am Montag seinen 70. Geburtstag. „Ein Geesthachter Freizeitsport-Original“, lobt sein guter Freund Frank Hagen. Auch, wenn der es mit dem Prädikat gut gemeint hat, weit hergeholt ist es nicht. Anwers ist in der Ausdauerszene der Umgebung gut bekannt.

Vom Laufen zum Radfahren

1984 hatte Winfried Anwers mit dem Laufen angefangen, war zunächst regelmäßiger Gast beim Geesthachter Lauftreff. Zwei Jahre später nahm er am ersten Hanse-Marathon in Hamburg teil, seitdem hat er einige Kilometer mehr in Laufschuhen absolviert. Viele davon in der Region, vom Hachede-Triathlon bis nach Mölln. 15 beendete Marathons, 15 Duathlons, 75 Triathlons in kurzer, olympischer und Mitteldistanz. Zudem etwa 100 Volksläufe stehen zu Buche. „Das reicht an Kilometern für mindestens einmal um die Erde“, sagt er. Fehlen noch die 14 Alpenüberquerungen mit dem Rennrad- und drei mit dem Mountainbike. Und: Im vergangenen Jahr absolvierte er beim VfL Geesthacht sein 33. goldenes Sportabzeichen in Folge. Wegen Rückenbeschwerden hat er sich mittlerweile auf das Radfahren verlegt. „Normale“ Touren kennt Winfried Anwers aber immer noch nicht. Wenn es durch die Umgebung geht, dann darf der Zähler am Ende gern 60 Kilometer aufweisen. Aber ohne Wettkämpfe. „Ich muss mir nichts mehr beweisen“, sagt er.

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