3. Januar 2022
Geesthacht

Flüchtlingshilfe sucht Unterstützung

Helfende Hände und Sachspenden willkommen

Thomas Schliemann und Bärbel Zeppelin sortieren einen Stapel Wäsche. Weitere Helfer werden dringend benötigt Foto: Palapies

Thomas Schliemann und Bärbel Zeppelin sortieren einen Stapel Wäsche. Weitere Helfer werden dringend benötigt Foto: Palapies

GEESTHACHT Der Flüchtlingshilfe Geesthacht stehen arbeitsreiche Wochen bevor. Den Ehrenamtlichen wurde für die Unterkunft an der Mercatorstraße jetzt der Zuzug von bis zu 30 Neuankömmlingen bis zum Jahreswechsel angekündigt, 22 von ihnen sind bereits eingetroffen.

Es sei der größte geplante Zuzug seit Langem, berichtet der Vorsitzende des Geesthachter Vereins. Zuletzt, nach Abflauen der großen Flüchtlingsströme, waren es immer nur zwei bis drei Personen pro Monat gewesen, die der Stadt zugewiesen wurden. Für 2022 wird vorerst mit um die acht Personen pro Monat gerechnet.

Es handelt sich um Ehepaare, Mütter mit Kindern und ganze Familien, vor allem aus Afghanistan. Viele waren dort Ortshelfer für die Bundeswehr.

Träger der Unterkunft ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Flüchtlingsinitiative unterstützt, wo sie kann. Sie betreibt ein Sachspendenlager, die Fahrradwerkstatt und leistet Hilfe bei vielen Dingen des täglichen Lebens. Doch die Anzahl der Ankommenden stellt die Ehrenamtlichen vor Probleme. „Der Verein hat zwar noch etwa 50 Mitglieder, aber nur noch wenige sind aktive Helfer. Corona hat ganz viel kaputt gemacht“, weiß Bärbel Zeppelin. „Wir brauchen nun dringend neue aktive Helfer.“

Die Neuankömmlinge müssen mit Hausrat und Bettwäsche versorgt werden. Viele mussten bei ihrer Flucht alles zurücklassen. Auf fluechtlingshilfe-geesthacht.com gibt es einen Aufruf, welche Dinge dringend benötigt werden. Und: „Wir brauchen auch Leute, die fahren können“, sagt Bärbel Zeppelin. Denn die Gegenstände werden sehnlichst an der Mercatorstraße erwartet. Und natürlich sind auch Helfer für den Alltag gern gesehen. „Jeder ist willkommen und wir schicken niemanden weg“, sagt Karl Hermann Rosell. Auch Dolmetscher sind gerade rar. Der letzte Verbliebene hilft aktuell im Corona-Testzentrum aus.

Wer Interesse hat: Informationen gibt es unter 0157/73 75 72 59 (dienstags, 18 bis 19 Uhr) oder E-Mail an info-fhg@web.de

Auch interessant