2. Oktober 2021
Geesthacht

Ein Kinopreis fürs Durchhalten

Kleines Theater Schillerstraße ausgezeichnet

Vorhang auf: Geschäftsführerin Meike Peemöller (l.) und Assistentin Kim Schröder vom Kleinen Theater Schillerstraße laden zur neuen Kinosaison. Foto: Dirk Schulz

Vorhang auf: Geschäftsführerin Meike Peemöller (l.) und Assistentin Kim Schröder vom Kleinen Theater Schillerstraße laden zur neuen Kinosaison. Foto: Dirk Schulz

GEESTHACHT Das Kleine Theater Schillerstraße (KTS) gewinnt zum dritten Mal in Folge den Kinopreis des Landes Schleswig-Holstein. Geschäftsführerin Meike Peemöller kommt mit frischen Eindrücken von der Kölner Filmmesse.
Es war das erste Treffen der Branche in Präsenz und ein erster Schritt in Richtung Normalität. Doch was ist in Zeiten von Corona schon normal? „Kino machen ist deutlich schwieriger als vor der Pandemie“, sagt Peemöllers Assistentin Kim Schröder.
Immerhin: Das KTS ist vergleichsweise glimpflich davongekommen. Und zwar so gut, dass es seit 2018 zum dritten Mal in Folge den Kinopreis des Landes Schleswig-Holstein erhalten hat. 2020 gab es keinen Preis. Es handele sich um eine symbolische Auszeichnung fürs Durchhalten, sagte Bildungsministerin Karin Prien bei der Preisverleihung, bei der alle Filmtheater, die sich beworben hatten, geehrt wurden.
Bei der Bewerbung mussten Maßnahmen zur Krisenbewältigung dargelegt werden. Im ersten Lockdown war das in Geesthacht der Verkauf von Tickets für „Geister-Vorstellungen“, die nie stattfanden. Im zweiten Lockdown kam dann eine verstärkte Präsenz in den sozialen Netzwerken, um im Bewusstsein der Kinofans zu bleiben.
Dazu kam die Aktion „Kino leuchtet“, der Abverkauf der Ware außer Haus, aber auch Einsparmaßnahmen aller Art. „Selbst nach der ersten Öffnung haben Kim und ich die Kinosäle selbst geputzt“, sagt die Geschäftsführerin. Inzwischen kommt der Putzdienst wieder. Denn seit dem 1. Juli bewegen sich die Besucherzahlen in Geesthacht auf dem Niveau des Jahres 2019.
Und bald können es sogar noch mehr werden: Denn mit der neuen Corona-Verordnung in Schleswig-Holstein sind bei Veranstaltungen mit 3G-Regeln die Abstandsregeln und die Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten entfallen.
„Wir werden unsere drei Säle aber nicht bis zum Anschlag voll machen“, sagt Meike Peemöller. Es werden zwar wieder alle Reihen freigegeben, aber es bleibt weiterhin der jeweils linke und rechte Platz neben dem Kinogänger frei.
Für den Herbst dürfen sich alle Kinofreunde auf viele Neustarts und Blockbusters freuen. Vor der Pandemie gab es circa 600 Neustarts täglich, diesen Film-Stau holen die Verleiher jetzt auf. Derzeit sorgt der neue James-Bond-Film, der erstmals in 3D gezeigt wird, für volle Säle.

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