9. September 2021
Geesthacht

Diese Kulturnacht beginnt schon am Tage

Organisatoren geben grünes Licht für Veranstaltungen am 11. September

Sie haben die Kulturnacht organisiert (v.l.): Julia Dombrowski, Isabel-Sophie Stamer, Kerstin Reinhardt, Anja Nowatzky und Bettina Knoop Foto: Stadt Geesthacht

Sie haben die Kulturnacht organisiert (v.l.): Julia Dombrowski, Isabel-Sophie Stamer, Kerstin Reinhardt, Anja Nowatzky und Bettina Knoop Foto: Stadt Geesthacht

GEESTHACHT Für die Neuauflage der Kulturnacht hatten die Organisatoren um Geesthachts Stadt- und Kulturmanagerin Julia Dombrowski etwas Besonderes erdacht. Anders als 2018 und 2019 wurden nicht nur professionelle Kulturschaffende angesprochen, sondern gezielt Geesthachter in die Programmgestaltung einbezogen. Herausgekommen war ein bunter Mix aus über 40 Veranstaltungen an mehr als 20 Orten, die am Samstag, 11. September, über die Bühne gehen sollten.
Doch dann drohte – natürlich wegen Corona – Ungemach. Denn laut neuer Landesverordnung müssen bei Veranstaltungen im Freien diese Bereiche abgesperrt und die Einhaltung der Hygieneregeln kontrolliert werden. „Das ist nur sehr schwer oder mit hohem Finanz- wie Personalaufwand verbunden“, sagt Dombrowski.
Deshalb stand auch eine kurzfristige Absage im Raum. Doch nach langen Beratungen des Planungsteams mit der Verwaltung gab es gute Nachrichten für alle Kulturbegeisterten: Geesthachts Kulturnacht findet statt.
Sie trägt den Titel „Kulturnacht reloaded – Wir machen auch den Tag zur Nacht“. Anders als bei den ersten Auflagen, die sich ausschließlich in den Abendstunden und in der Innenstadt abgespielt haben, wurde der Rahmen weiter gesteckt. So beginnen die ersten Veranstaltungen am frühen Nachmittag. Das Grundkonzept der Kulturnacht ist: Unterschiedlichste Orte in der Stadt werden zur Bühne für Kultur. Ihr Besuch ist kostenfrei, Zuschauer können ganz nach Lust und Laune ungezwungen von einer Station zur anderen wandern.

Kunst, Lesung und Musik

So werden in der Lilie-Hof-Passage Drucke, Collagen, Malereien und Fotografien zu sehen sein. Geplant ist auch der Auftritt von Musikern. In der Stadtbücherei gibt es Lesungen, in der Volkshochschule unter anderem eine Ausstellung, initiiert von der Gleichstellungsbeauftragten Anja Nowatzky, bei der 30 Frauen erstmals ihre Werke ausstellen werden. In den Kirchen sind Konzerte geplant und vieles mehr.
Die Außenveranstaltungen wurden neu sortiert. Nur klar abgrenzbare Orte – etwa wie der Garten von Bettina und Gerhard Boll – bleiben im Programm; auch Führungen, bei denen Kontakte nachverfolgt werden. Dagegen wurden offene Veranstaltungsorte wie der Rathausvorplatz oder die Fußgängerzone gestrichen. „Am Ende muss man sich die Frage stellen, ob genug von dem Spaß und der Leichtigkeit übriggeblieben wäre, die das Format Kulturnacht ja ausmachen soll“, erklärt die Stadt- und Kulturmanagerin.
Klar sind die Hygiene-Vorschriften der Kulturnacht: Bei Veranstaltungen in Innenräumen gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Das endgültige Programm der Geesthachter „Kulturnacht reloaded“ ist auf der Homepage „geesthacht.de“ zu finden

Auch interessant