30. Juli 2022
Geesthacht

Das neue Gesicht in Geesthachts Rathaus

Melanie Grimm-Meyer ist Erste Stadträtin

Die Erste Stadträtin Melanie Grimm-Meyer hat ihren Dienst angetreten Foto: Dirk Palapies

GEESTHACHT Noch sind die Wände hinter ihrem Schreibtisch weiß – aber das wird sich ändern. Ihr Amtsvorgänger Georg Miebach hatte hier private Fotos aufgehängt, Melanie Grimm-Meyer will sich Kunst aus dem Fundus des Archivs aussuchen. Abstrakt und gern farbenfroh darf es sein.

Während Georg Miebach vor sechs Jahren zum Amtsantritt aus dem Rheinland nach Geesthacht umzog, hatte es Melanie Grimm-Meyer nicht so weit. Sie wechselte vom Oststeinbeker ins Geesthachter Rathaus. Praktisch für die Geesthachterin: Mit dem Fahrrad geht es nun zum neuen Arbeitsplatz. Der liegt im fünften Stockwerk des Verwaltungsbaus, der Blick fällt durch die Fensterfront nach Nordosten. Wäre der Höhenzug mit dem Stadtwald nicht dazwischen, könnte sie bis nach Worth schauen – dort ist sie aufgewachsen.

Die schöne Aussicht wird Geesthachts neue Erste Stadträtin nun mindestens sechs Jahre genießen können, seit dem 15. Juli ist sie im Amt. Die Juristin hat viel vor. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben und darauf, sie mit meinem Team anzugehen. Ich bin hier im Rathaus sehr freundlich aufgenommen worden“, betont Melanie Grimm-Meyer. Als Erste Stadträtin ist die Volljuristin Leiterin des Fachbereichs 1, zu dem die Fachdienste Zentrale Verwaltung, Personal und Öffentliche Sicherheit, Bürgerbüro und Standesamt zählen.

„Mein Fachbereich kümmert sich um viele Dinge, die nach innen gerichtet sind, aber dennoch nach außen wirken. Eine große Herausforderung wird es zum Beispiel sein, gutes Personal zu finden und zu binden. Wir müssen hier weiterhin neue Ansätze finden. Denn nur, wenn wir personell gut aufgestellt sind, können wir unsere Aufgaben erfolgreich erledigen“, sagt Melanie Grimm-Meyer.

Digitalisierung

Ein weiteres Großprojekt auf ihrer Liste ist das Voranbringen der Digitalisierung. Diese umfasse interne Prozesse wie die Umstellung der Verwaltungsabläufe auf die E-Akte und nach außen wirksame Veränderungen. „Mit fortschreitender Digitalisierung sollen immer mehr unserer Dienstleistungen einfacher zugänglich und online abrufbar sein – das ist bürgerfreundlicher, und wir sind dazu durch das Onlinezugangsgesetz auch verpflichtet“, sagt Melanie Grimm-Meyer.

Auch das Thema Nachhaltigkeit soll weiter vorangebracht werden. „Geesthacht ist in dieser Frage – insbesondere in Bezug auf Fairtrade – Vorreiter“, nennt Bürgermeister Olaf Schulze einen weiteren Punkt, der im Fachbereich von Melanie Grimm-Meyer ganz oben auf der Prioritätenliste steht. „Das ist ein sehr wichtiges Thema, das durch Dr. Georg Miebach stark vorangetrieben worden ist. Ich möchte das fortsetzen“, kündigt die Mutter von zwei Söhnen (16 und 20 Jahre) an. Zudem freue sie sich, dass die Städtepartnerschaften in ihrem Zuständigkeitsgebiet sind, betont sie mit Hinweis auf mehrere Jahre, die sie in Amerika und Frankreich gelebt hat. So hat sie unter anderem auch in Bordeaux studiert.

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