17. Juli 2021
Escheburg

Ärger über Pferdeäpfel vor dem Haus

Reiter sind zum Einsammeln verpflichtet

Die braunen Corpus Delicti: Immer wieder lassen Reiter Pferdeäpfel an der Landstraße in Escheburg auch im Vorgarten liegen Foto: privat

Die braunen Corpus Delicti: Immer wieder lassen Reiter Pferdeäpfel an der Landstraße in Escheburg auch im Vorgarten liegen Foto: privat

ESCHEBURG Viele Menschen ärgern sich über Hundekot auf dem Bürgersteig. Die Hinterlassenschaften, mit denen Reimut Kanitz hadert, sind deutlich größer. Er beklagt Pferdeäpfel auf dem Rasen des Vorgartens.

Reimut Kanitz wohnt an der Landstraße in Escheburg. Südlich davon, im ländlichen Teil, wird viel geritten. Doch immer wieder stoßen Reiter auch zur B5 vor, auch um die Pferde an Autos und Straßengeräusche zu gewöhnen. Dann geht es zurück zu den Feldwegen. Einige Rösser sind nun ein wenig leichter als zuvor. Das fehlende Gewicht liegt als braune Masse vorm Mehrfamilienhaus.

„Der Hauswart betreut mehrere Objekte, der kann sich auch nicht kümmern“, sagt Reimut Kanitz. Kanitz beobachtet einen Verfall der Sitten. „Ich bin 20 Jahre lang selbst geritten, wir wussten, worauf es ankommt. Mein Reitstall in Kuddewörde hat jeden zur Sauberkeit angehalten.“ Früher, an seinem alten Wohnsitz, hat Reimut Kanitz den Mist auch mal aufgesammelt, der war gut als Dünger für Erdbeer- und andere Beete. Aber nun wohnt er in einem Mietshaus. Und da gibt es nur den gepflegten Rasen vor der Tür.

Das Problem der Pferdeäpfel existiert in vielen ländlichen Gemeinden. Eine Extrawurst für Pferde gebe es nicht, sagt Tobias Frohnert, Sprecher der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg. Reiter sind wie Hundebesitzer verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu entfernen, „zumal Pferdeäpfel auf dem Rad- oder Gehweg ja nicht ungefährlich sind, da man auf ihnen ausrutschen könnte“.

Auch interessant