29. Mai 2021
Elmenhorst

Radschnellweg als Angebot für alle

Argus-Studie stößt im Kreisausschuss auf Vorbehalte

Radweg

Zugeschaltet aus Hamburg erläutert Dr. Philip Engler vom Planungsbüro Argus im Kreisausschuss die Ideen für den Radschnellweg Foto: Dirk Palapies

ELMENHORST Die Vorstellung der Studie zum Streckenverlauf des Radschnellweges von Geesthacht nach Bergedorf stieß bei den Mitgliedern des Kreisausschusses für Regionalentwicklung und Mobilität im Herzogtum Lauenburg auf Skepsis. „Ich muss für mich sagen, dass ich andere Vorstellungen hatte. Warten wir es erst einmal ab“, sagte der Ausschussvorsitzende Michael Sauerland (CDU).

Zugeschaltet in die Räumlichkeiten der Kreisfeuerwehrzentrale in Elmenhorst war Dr. Philip Engler vom Planungsbüro Argus. Nach seinen Ausführungen beantwortete der Planer Fragen. Die kamen zur Finanzierung, zu Konflikten mit Radwegen in Wohngebieten, Zeitgewinn und zum kreuzenden Verkehr. Dieser treffe eher die Zubringerstrecken, so Engler: „Der Schnellweg selbst hat kaum Querungspunkte.“

Wo das Geld für den Ausbau (im Kreisgebiet ca. 11,7 Millionen Euro) herkommen soll, ist weiter unklar. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind erst im nächsten Projektschritt Thema. Engler räumte mit einem Missverständnis auf: „Die Fahrradstraße ist nicht nur für Schnellfahrende. Es soll ein Angebot für alle sein, das ist das Ziel des Ganzen.“ So würde sich der Fahrzeitgewinn – von Geesthacht in die Hamburger Innenstadt etwa 20 bis 30 Prozent – vielmehr dadurch ergeben, dass weniger angehalten werden müsse. „Die Querungsstellen sind stark reduziert. Man kann durchfahren.“

Auch die S21 und die Tarifzonen waren Themen im Ausschuss. Die AfD scheiterte mit dem Vorstoß, dass Schwarzenbek in den Tarifring C wechseln soll. Die Fraktion verzeichnete aber einen Teilerfolg mit dem Antrag, die Stadt ans Netz der S21 anzubinden. Michael Sauerland stellte einen ¬Änderungsantrag vor, der eine Mehrheit fand. Demnach soll eine Verlängerung der S21 geprüft werden, allerdings unter Berücksichtigung der Aus-wirkungen auf den Regionalexpress RE1.

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