24. April 2021
Bramfeld

Kulturinsel schon im November startklar?

Beim „Försterhaus“ wird Dampf gemacht

„Kultur- insel“-Vorstand mit Jürgen Warncke (v.l.), Ulrike Bahnsen, Anthony Oxley und Heinz-Adolf Dibbern Foto: tel

BRAMFELD Erst lag das Projekt „Kulturinsel“ jahrelang auf Eis. Jetzt aber geht es sehr zügig voran mit dem sogenannten Försterhaus neben dem Bramfelder Kulturladen (Brakula) an der Bramfelder Chaussee.

Im Februar wurden die letzten Fahrzeuge vom ehemals dort residierenden Autohaus aus dem Vorgarten des weißen Gebäudes entfernt. „Nun sieht man, wie viel Platz dort ist“, freut sich Ulrike Bahnsen, Vorsitzende des Trägervereins Kulturinsel Bramfeld. Die Abrissarbeiten an den alten Garagen und Werkstätten im hinteren Teil des Grundstückes haben begonnen, noch in diesem Monat sollen die Sielarbeiten starten, dann geht es weiter mit Rohbauarbeiten (bis September), Dach (ab Juni) und Innenausbau (Juli). Außerdem werden Bodenproben analysiert – wer weiß schon, was bei jahrzehntelanger Nutzung durch mehrere Autohändler alles versickert sein könnte? Doch schon im November will das Bezirks­amt als Bau- und Hausherr die Immobilie für den Betrieb übergeben, war auf der jüngsten Stadtteilkonferenz zu hören. Dann sollen rund 1,3 Millionen Euro angelegt und verbaut sein – davon 352.000 Euro aus Bundesmitteln, 500.000 von der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt sowie etwa 400.000 Euro Bezirksmittel.

Ausgangspunkt für das neue kulturelle Doppelzentrum des Bezirks waren mindestens 20 Jahre alte Ideen, befördert vor allem durch den großartigen Erfolg des Brakula, der das Haus immer mehr an seine räumlichen Grenzen stoßen ließ. Das betrifft nicht nur das Stadtteilarchiv mit seinen immer rührigen Aktionen und Projekten, die bislang auf knappsten 29 Quadratmetern erdacht und umgesetzt werden müssen. Diese Einrichtung soll deshalb im benachbarten Försterhaus mehr Platz bekommen.
Wer sonst noch dort einziehen darf, verrät Ulrike Bahnsen noch nicht: „Vereine und Institutionen, die enge Beziehungen zum Stadtteil haben, können sich noch bewerben – am besten über das Brakula“, erklärt sie dem Wochenblatt. Zu bedenken ist aber, dass auch das Försterhaus nur eine begrenzte Flächenerweiterung bietet, nämlich rund 90 barrierefreie Quadratmeter im Erdgeschoss und 60 Quadratmeter (nicht barrierefrei) darüber. Perspektivisch wertvoll für die kulturellen Stadtteil­aktivitäten ist auch das Außengelände, an dessen Konzept noch gearbeitet wird. Corona hin oder her: Bramfeld darf sich zum 750-Jahr-Jubiläum auf noch mehr Stadtteilkultur mit zünftiger Einweihung freuen.

Endlich kann man auch von der Bramfelder Chaussee aus das „Försterhaus“ frei von Autos und Immergrün betrachten Foto: tel

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