8. Juli 2020
Bramfeld

Kleider-Projekt ist ihre Herzenssache

Carla Drescher hat einen SPEZIALTAG organisiert

Engagiert: Carla Drescher, FSJlerin im Brakula Foto: tel

Carla Drescher (18) aus Bielefeld absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bramfelder Brakula an der Bramfelder Chaussee 265. Mit großem Engagement und unterstützt vom Team des Hauses, verfolgt sie ihr eigenes Projekt und lässt sich auch von Corona nicht irritieren.

Bei „Leute machen Kleider“ geht es darum, die eklatanten sozialen Probleme und Umweltsünden der Textilindustrie bekannt zu machen und Alternativen aufzuzeigen. „Die Branche ist wirklich schrecklich, wenn man beispielsweise an die Arbeitsbedingungen in Bangladesch denkt. Da hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man neue Klamotten kauft“, sagt Carla Drescher. Es gebe genügend Alternativen. Etwa den Tausch von gebrauchter Kleidung auf Flohmärkten, Stricken, Kleidung reparieren, mit Resten arbeiten oder T-Shirts durch Bedrucken wieder aufwerten.

Corona hat Dreschers ersten Termine platzen lassen. Jetzt konzentriert sie alles auf einen „Leute machen Kleider“-Tag: Am Sonnabend, 8. August, gibt es drei Workshops (Kleiderwerkstatt ab 10 Uhr, Siebdruck-Atelier ab 12 Uhr und Restefest ab 12 Uhr), dazu eine Märchenstunde für Eltern und ihre Kinder ab vier Jahren (10 Uhr), bei der es natürlich auch um Kleidung geht. Schließlich wird um 15 Uhr eine eindrucksvolle Doku über die Methoden der Bekleidungsindustrie gezeigt. Zu allen Veranstaltungsteilen sind Anmeldungen erforderlich. Und weil es wegen Corona nur wenige Plätze gibt, sollte man sich beeilen (Mail: carla.drescher@brakula.de).

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