24. April 2021
Billstedt

Wilde Müllhalden in der Natur

Erstickt Billstedt im illegalen Müll?

Mit der achtlos hingeworfenen Verpackung fängt es an … … dann kann man auch den eigenen Müllsack in die Grünanlage schmeißen Fotos: Timm

BILLSTEDT Der Frühling beginnt: Forsythien sprießen, Sträucher entfalten ihre Blätter. Doch wer sich seine Umgebung genauer anschaut, findet Müll in allen Ecken.

Allein schon ein kurzer Gang um den Häuserblock offenbart, dass mit dem eigenen Quartier alles andere als pfleglich umgegangen wird: achtlos weggeworfene Lebensmittelverpackungen, private Müllbeutel in Grünanlagen, eine Mischung aus uraltem Streusand und betagtem Laub am Straßenrand. Und: Ein Wochenblatt-Leser schickt Fotos von verwüsteten Müllplätzen, spricht von einer Zumutung und meint, es würde sich nicht wirklich etwas ändern, auch wenn bei Vermietern und Eigentümern immer wieder darüber gesprochen werde. Selbst menschliche Exkremente hat er schon gefunden und sagt voraus, dass es im Sommer entsprechende Gerüche und Rattenbefall geben werde.
Auch der Regionalausschuss hat sich schon im Februar mit dem Thema auseinandergesetzt und den Bezirksamtsleiter gebeten, mit Stadtreinigung (SRH) und Polizei ein Konzept gegen illegale Müllentsorgung zu entwickeln.
Daraufhin meldete sich die Umweltbehörde zu Wort und verwies darauf, dass die SRH regelmäßig seit 2014 in der Quartiersreinigung in Billstedt tätig sei. Die Möglichkeit, Verschmutzungen über die SRH-App zu melden, sei eine „niedrigschwellige und zuverlässige Option“. Mehr als 90 Prozent der gemeldeten Verschmutzungen würden innerhalb von drei Tagen bearbeitet, „oft gelingt es schon früher“. Das Handyprogramm noch stärker zu nutzen, „könnte auch in Billstedt zu einer Verbesserung der Sauberkeit beitragen“. Grundsätzlich stehe die SRH weiterführende Gesprächen mit Verantwortlichen „offen gegenüber“. Die Polizei ergänzte, sie melde, wenn weder Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorlägen, „grundsätzlich unverzüglich“ den zuständigen Behörden. Eine weitere Zuständigkeit der Polizei sei „nicht vorgesehen“.

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