17. April 2021
Billstedt

Das „Wohnzimmer“ bleibt dreckig

Billstedter Marktplatz bietet trauriges Bild

Abfall wird zwischen die Ritzen der Sitzbänke geschoben Foto: Timm

BILLSTEDT Manchen Themen muss sich der Regionalausschuss immer wieder annehmen. In der jüngsten Sitzung ging es erneut um den Billstedter Marktplatz.

Von der Fußgängerbrücke am Billstedt-Center-Eingang in der Möllner Landstraße führt eine Treppe hinunter in die Fußgängerzone. Für Bill-stedter dürfte der Anblick gewohnt sein, für Gäste weniger: Die Treppe ist schon lange nicht mehr gereinigt worden. Auf mancher Holzsitzbank unten liegt ein Verpackungsrest, Müll ist in die Lücken zwischen den Brettern hineingepult. Auf dem Marktplatz zwischen Bill-stedt-Center und Ärztehaus steht eine Pfütze. Im Kopfsteinpflaster am Rand klaffen hier und da sehr große Fugenlücken. Auch der Weg weiter Richtung Post ist kein Vergnügen: Die Grünanlagen in der Mitte sind – höflich ausgedrückt – ungepflegt.

Die Sitzgruppe an der Polizei besteht nur noch aus zwei kleinen Bänkchen, die Stützhölzer für einen der Bäume sind mit einer unübersehbaren grünen Schicht überzogen. Alles in allem verdient das Billstedter „Wohnzimmer“ seinen Namen überhaupt nicht mehr.

Der Billstedter Regional-ausschuss – er tagte nach dem Redaktionsschluss die-ser Ausgabe – befasste sich in zwei Vorlagen mit den Zuständen. In deutlichem Ton wird etwa eine „Umstrukturierung“ der Sitzbänke verlangt. Schon im vergangenen Jahr hatte das Gremium eine Grund-, Folgereinigung und Reparaturen verlangt. Die Bänke sollen eine glatte Fläche bekommen, damit sich der Müll nicht mehr sammeln kann. Die Abgeordneten erinnern außerdem daran, dass bereits 2017 eine Platzbegehung mit Wegewart, Politik und Behördenvertretern stattgefunden hatte (das Wochenblatt berichtete). Zwar seien Pflasterteile saniert worden, aber zwischen Backstube und Kräuterapotheke sei das Durchkommen für ältere Menschen mit Rollatoren wegen der tiefen Fugen sehr schwierig. Auch hier soll nun nachgearbeitet werden.

Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland wollte einer Stellungnahme des Amtes gegenüber den Abgeordneten nicht vorgreifen. Sie versicherte aber, dass sich das Amt mit den Anträgen befassen werde.

 

Wer auf einen Rollator angewiesen ist, kommt hier nicht durch Foto: Timm

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