2. September 2020
Reinbek

Gewerbe und Stadt ziehen Notbremse

Reinbeker Weihnachtsmarkt fällt diesmal aus

Weihnachtsmarkt

Jährlich kamen bis zu 10.000 Besucher zum Reinbeker Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr ist das leider nicht möglich Foto: Jan Bode

REINBEK Der traditionsreiche Reinbeker Weihnachtsmarkt am Schloss fällt in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer.

„Die Entscheidung war echt hart für mich“, sagt Jan Bode. Der Vorsitzende des Reinbeker Gewerbebundes, der den Weihnachtsmarkt zusammen mit dem Kulturzentrum der Stadt alljährlich am zweiten Advents-Wochenende organisiert, meint: „Es ist megastressig, macht aber auch viel Spaß.“

Der Spaß, so fürchten, die Veranstalter, dürfte sich angesichts der mit der Corona-Krise verbundenen Einschränkungen diesmal allerdings sehr in Grenzen halten. „In einer Phase, in der die Vorbereitungen für den Markt getroffen werden müssten, galt es zu entscheiden, wie wir mit der Pandemie umgehen“, betont Bürgermeister Björn Warmer. Stadt und Gewerbebund entschieden, die Notbremse zu ziehen.

Bei rund 80 Ausstellern und Schaustellern im Schloss und im Schlosshof werden jedes Jahr rund 10.000 Besucher aus Reinbek und Umgebung erwartet. Angesichts solcher Menschenmassen sehen die Organisatoren massive Probleme, den Zugang zu regeln und Mindestabstände einzuhalten. „Das Gelände müsste weiträumig abgesperrt werden, nach heutigem Stand dürften nur wenige Besucher die Schlossräume gleichzeitig betreten“, so Elke Güldenstein, Leiterin des Kulturzentrums. „Eine Einbahnstraßenregelung, die verhindert, dass sich Besucher begegnen, wäre weder im Schloss noch im Außenbereich möglich“, erklärt Jan Bode.

Da sich nicht abschätzen lässt, wie sich die Corona-Krise in den nächsten Monaten entwickelt, haben Stadt und Gewerbebund außerdem entschieden, auch das Lichterfest abzusagen. Damit wird seit einigen Jahren Ende November in der Reinbeker Innenstadt die Vorweihnachtszeit eingeläutet.

Gewerbebund und Stadt richten nun den Blick nach vorn. „Wir hoffen, dass der Reinbeker Weihnachtsmarkt 2021 wie gewohnt wieder stattfinden kann“, betont Bürgermeister Warmer.

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