10. September 2022
Reinbek

Freizeitbad Reinbek bleibt erhalten

Einsparungen sollen Verbrauch um 30 Prozent senken

Schwimmbad

Das Außenbecken im Freizeitbad Reinbek ist noch bis zum Ende der Herbstferien am 25. Oktober geöffnet“, verspricht Geschäftsführer Holger Kehl Foto: Keber

REINBEK Die Energiekrise trifft auch das Freizeitbad Reinbek. Die gute Nachricht: Eine Schließung ist vom Tisch und Schwimmkurse und ein reduzierter Saunabetrieb können weiterhin stattfinden.

Seit 40 Jahren ist Holger Kehl in der Freizeitbadbranche tätig. Aber Zeiten wie diese hat er noch nicht erlebt. „Nach zweieinhalb Jahren Coronapandemie, während der das Bad sogar 7 Monate komplett schließen musste, hatten sich unsere Besucherzahlen gerade wieder stabilisiert“, sagt der Geschäftsführer. 16.304 kleine und große Besucher nutzten im August die fünf Innen- und Außen-Becken mit Rutsche und Sprungturm „Jetzt wird es durch die Energiekrise zu weiteren Einschränkungen und Sparmaßnahmen kommen“, so Kehl.

Das Freizeitbad ist seit Januar eine 100-prozentige Tochter des kommunalen E-Werks. Grundstück- und Gebäudeeigentümer ist aber nach wie vor die Stadt Reinbek. Kehl: „Die Stadt hat ein klares Interesse signalisiert, dass Reinbek weiterhin ein gut geführtes Freizeitbad braucht, aber der Energieverbrauch muss um 30 Prozent reduziert werden.“

Erreicht werden soll das durch Schließung des Außenschwimmbeckens nach den Herbstferien und ab sofort durch die Absenkung der Temperatur um ein Grad auf 28 Grad im großen Mehrzweckbecken. Auch die Schließzeit für Wartungsarbeiten wird in der kalten Jahreszeit um eine Woche auf vier ausgeweitet. (21. November bis 19. Dezember).

Dafür wird der aktuell eingestellte Saunabetrieb im September wieder aufgenommen. „Nicht an fünf Tagen, wie vor Corona üblich, aber immer freitags darf von 9 bis 21 Uhr geschwitzt werden. Das Schwimmbad ist immer dienstags bis sonntags geöffnet. Bis Ende 2022 bleiben auch die Eintrittspreise stabil. „Allerdings werden wir ab Januar 2023 durch erhöhte Kosten bei Energie und benötigten Chemikalien die Preise anheben müssen“, sagt der Freizeitbad-Geschäftsführer.

Und freut sich riesig, dass die Schwimmkurse für Kinder von 5–12 Jahren weiterhin angeboten werden: alle vier Wochen 40 Plätze. „Das ist vie zu wenig. Durch Corona hat eine ganze Generation das Schwimmen lernen verpasst“, sagt Kehl. „Wenn der Anmeldetag um 6.30 Uhr beginnt, stehen die Kunden ab 4.30 Uhr Schlange und ab 6.45 Uhr ist alles ausgebucht.“ Ein kleiner Trost: Ab 2023 soll das Anmeldeverfahren online möglich sein.

www.freizeitbad-reinbek.de

Auch interessant