10. Juni 2020
Reinbek

Die erste Chefärztin im St. Adolf-Stift

Neuer Job führt zurück nach Reinbek

Dr. Annette Sommerfeld ist die neue Chefärztin der Gefäßchirurgie Foto: St. Adolf-Stift

REINBEK Dr. Annette Sommerfeld begann ihre berufliche Laufbahn 1997 im St. Adolf-Stift und kehrt nun als Chefärztin der Gefäßchirurgie zurück.

Zum ersten Mal in seiner 136-jährigen Geschichte hat das Reinbeker Krankenhaus mit Dr. Annette Sommerfeld eine Chefärztin im Team. Viele Patienten kennen sie noch als Annette Karrasch. Acht Jahre war sie Oberärztin im St. Adolf-Stift, ging dann als Chefärztin in das Krankenhaus in Buchholz und leitet nun ab Herbst, gemeinsam mit einem neuen Kollegen, die Gefäßchirurgie.

Das Team der Gefäßchirurgie besteht damit zukünftig aus einer Doppelspitze aus zwei gleichberechtigten Chefärzten und drei erfahrenen Oberärzten.
Der Leiter der Chirurgischen Klinik, Prof. Dr. Tim Strate: „Damit gehört das Gefäßzentrum am Krankenhaus Reinbek zu den vier großen Gefäßzentren in der Metropolregion Hamburg mit Ärzten, die sich auf verschiedene Erkrankungen spezialisiert haben. Im Krankenhaus Reinbek werden nicht nur venöse, sondern auch fast alle arteriellen Erkrankungen behandelt. Dazu gehört die große Aortenchirurgie, also Operationen an der lebenswichtigen Bauch- und Halsschlagader. All dieses beherrscht Dr. Sommerfeld aus dem Effeff.“

Die 49-Jährige kennt das St. Adolf-Stift schon fast ihr halbes Leben lang: „Ich habe hier 1997 mein Praktisches Jahr absolviert, war dann Ärztin im Praktikum und von 1999 bis 2004 Assistenzärztin in der Chirurgie. Und egal, wo ich danach gearbeitet habe, das St. Adolf-Stift war immer das Krankenhaus, an dem sich die anderen messen lassen mussten.“

Während sie im Lübecker Sana-Klinikum ihre Weiterbildung als Gefäßchirurgin machte, sammelte sie in Reinbek Erfahrung als Notärztin. Dr. Gunter Schimmel, 2008 Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie, bot der jungen Mutter von Zwillingen in der Elternzeit die freigewordene Stelle als Oberärztin an. 2015 wurde sie Geschäftsführende Oberärztin. Sie hatte den Wunsch, sich weiterzuentwickeln, Entscheidungen hinsichtlich Strategie und Mitarbeiterführung zu treffen: „Dann ergab sich 2017 die Möglichkeit, im Krankenhaus Buchholz eine eigene Abteilung aufzubauen. Eine tolle Zeit, allerdings mit hohem Zeiteinsatz, auch aufgrund der langen Fahrtwege, da ich mit meiner Familie in Reinbek wohnen geblieben bin.“
Als sie dann Anfang des Jahres gefragt wurde, ob sie als Chefärztin nach Reinbek zurückkommen wolle, musste sie nicht lange überlegen: „Dieses Krankenhaus hat Potenzial – zum einen mit seinem ständigen Streben nach Perfektion in allen Bereichen und gleichzeitig mit einem trotzdem familiären Miteinander aufgrund der überschaubaren Größe.

Mit Reinbek und der Region fühlt sich die Chefärztin in spe sehr verbunden: Ihre Eltern leben hier, ihre 12-jährigen Zwillinge besuchen das Sachsenwaldgymnasium. Wenn Zeit ist, geht sie zum Ausgleich im Tonteich schwimmen oder im Sachsenwald laufen. Die neue Chefärztin freut sich auf den neuen Job beim alten Krankenhaus: „Ich habe zu vielen Mitarbeitern den Kontakt gehalten, habe die Veränderungen in dieser Klinik immer verfolgt und freue mich darauf, wieder zu dieser großen Familie zu gehören!“

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