10. Juli 2021
Lohbrügge

Bepflanzung im desolaten Zustand

Alte Holstenstraße blüht aber bald wieder auf

Ursel-Ingrid Vierke ist enttäuscht: Diese verwucherte Bepflanzung ist keine Bereicherung Foto: Klotz

Ursel-Ingrid Vierke ist enttäuscht: Diese verwucherte Bepflanzung ist keine Bereicherung Foto: Klotz

LOHBRÜGGE „Das sieht doch furchtbar aus“, sagt Ursel-Ingrid Vierke kopfschüttelnd und zeigt auf die großen Beete vor dem Marktkauf-Center. Tatsächlich bietet die Bepflanzung in diesem Bereich der Fußgängerzone ein recht jämmerliches Bild.

Von der Rosenpracht, die hier in den letzten Jahren noch erblühte, ist nichts mehr zu sehen. Stattdessen schießt jede Menge Unkraut in die Höhe. „Hier standen sonst auch immer Geranienpyramiden ringsherum, die fehlen dieses Jahr komplett“, stellt Ursel-Ingrid Vierke fest.

Sie wohnt am Sander Damm, ist beinahe täglich in der Alten Holstenstraße unterwegs und erfreute sich in der Vergangenheit sehr an der Blumenpracht. Umso enttäuschter ist sie nun ob des ungepflegten Zustands. „Wieso kümmert sich niemand darum?“, fragt die Rentnerin.

Der Bezirk ist in diesem Fall allerdings nicht für die Pflanzkübel zuständig, wie Bergedorfs Grünamtschef Wolfgang Charles auf Nachfrage mitteilt. „Die wurden durch das BID aufgestellt und gepflegt. Und da es das nicht mehr gibt, wird da auch nichts mehr gepflegt.“

BID ausgelaufen

BID (Business Improvement District) ist eine von der Stadt Hamburg geförderte Initiative von Grundeigentümern und Gewerbetreibenden mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität in den Stadtteilzentren zu steigern. Hamburgweit gibt es über ein Dutzend BIDs, darunter in Bergedorf das BID Sachsentor und das BID Alte Holstenstraße.

Die Projekte sind allerdings immer auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt – und der war in Lohbrügge im Oktober 2019 nach fünf Jahren ausgelaufen. Die dritte Förderperiode ist aber bereits beantragt. „Ich gehe davon aus, dass wir im September wieder loslegen können“, sagt Mareike Menzel, Geschäftsführerin der Zum Felde BID Projektgesellschaft, die die konkreten Maßnahmen plant und umsetzt.

Vorgesehen ist neben regelmäßiger Beetpflege eine „hochwertige, jahreszeitliche Wechselbepflanzung“, wie es im Antrag heißt – im Frühjahr und Sommer zum Beispiel mit roten Geranien und Gräsern, im Winter mit Efeu. 42.500 Euro sind für diesen Posten veranschlagt.

Feedback erfreut

Mareike Menzel kann der Beschwerde von Ursel-Ingrid Vierke übrigens auch Gutes abgewinnen: „Es ist schön zu hören, dass das Engagement der Grundeigentümer auffällt – und dass sie sich entschlossen haben, damit in die nächste Runde zu gehen.“ Ursel-Ingrid Vierke und alle Lohbrügger können sich also freuen: Die Alte Holstenstraße wird wieder aufblühen.

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