12. Juni 2021
Kirchwerder

Crowdfunding für „Boreas“ gestartet

Riepenburger Mühle muss saniert werden

Mühle

Die Riepenburger Mühle „Boreas“ am Kirchwerder Mühlendamm muss dringend saniert werden Foto: Carsten Neff

KIRCHWERDER Hamburgs älteste Windmühle, die „Boreas“ von 1828 am Kirchwerder Mühlendamm, muss dringend saniert werden.

In und an der nach einem griechischen Gott des Windes benannten Riepenburger Mühle gibt es zahlreiche Baustellen: Im Holz der Galerie etwa gibt es – trotz intensiver Pflegemaßnahmen durch den Mühlenverein – Längsrisse und Pilz. Die Laufbohlen müssen erneuert werden. Das Mauerwerk muss neu verfugt werden, auch im Putz der ehemaligen Dampfmühle, dem heutigen Café haben sich Risse gebildet. Bei den Flügeln und am Windrosenbock ist der Lack ab.

15.000 Euro fehlen noch

Für die dringendsten Arbeiten veranschlagt Axel Strunge, seit der Gründung im Jahr 1999 Vorsitzender des 14 ehrenamtliche Mitglieder zählenden Vereins Riepenburger Mühle, rund 100.000 Euro. Die Rücklagen des Vereins, etwa aus den Mietzahlungen von Café- und Kunsthandwerkerei-Betreibern, würden für die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durch Fachleute nicht ausreichen, sagt der 52-Jährige. Deshalb werden nun dringend Spender gesucht.

Einen Großteil des Geldes haben Strunge und seine Mitstreiter bereits beisammen: Dank des Einsatzes von Stephanie Pelch und Bernd Capeletti vom CDU-Ortsverband Vier- und Marschlande ließ sich deren Parteifreund Rüdiger Kruse, Mitglied des Bundestags, am Kirchwerder Mühlendamm blicken. Kruse beantragte Bundeskulturmittel in Höhe von 47.650 Euro. Sie wurden bereits bewilligt.

Allerdings kann das Geld nur eingesetzt werden, wenn insgesamt 95.300 Euro für die Sanierung zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für 30.000 Euro, die es vom Denkmalschutzamt Hamburg geben soll. Der Mühlenverein zahlt 2000 Euro aus seiner Kasse, beteiligt sich zudem mit handwerklichen Eigenleistungen im Wert von 1000 Euro. Bleiben noch 15.000 Euro offen.

Spenden bis Ende August

Sie sollen über eine Crowdfunding-Plattform der Vierländer Volksbank gesammelt werden: Von sofort an bis zum 29. August kann Jeder über ein Online-Bezahlverfahren im Internet unter der Adresse vrhs.für-unsere-Region.de spenden. Die Volksbank gibt für jede Spende, die mindestens zehn Euro beträgt, fünf Euro dazu – „solange unser Spendentopf reicht“, sagt Karsten Voß, Vorstandsmitglied der Volksbank Raiffeisenbank eG. Die Spenden sind steuerlich absetzbar, ab 200 Euro gibt es eine Spendenbescheinigung.

Auch interessant