14. Oktober 2020
Friedrichsruh

„#StolenMemory“: Eine letzte Erinnerung

Wanderausstellung kehrt in Friedrichsruh ein

Container

In diesem Container ist die Ausstellung zu sehen Foto: Johanna Groß / Arolsen Archives

FRIEDRICHSRUH Für eine ihrer ersten Stationen lädt die Otto-von-Bismarck-Stiftung die Wanderausstellung #StolenMemory in den Park des Historischen Bahnhofs in Friedrichsruh ein.

In einem ausklappbaren Überseecontainer werden vom 10. bis zum 22. Oktober auf Plakaten persönliche Gegenstände von NS-Verfolgten gezeigt und die Lebensgeschichten dieser Menschen erzählt. Die Objekte selbst sind, soweit es möglich war, an die Familien ihrer einstigen Besitzerinnen und Besitzer zurückgegeben worden.

Konzipiert wurde diese Ausstellung von den Arolsen Archives. Das internationale Zentrum über NS-Verfolgung hat das weltweit umfassendste Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus aufgebaut. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 10. Oktober, um 11 Uhr mit einem Vortrag von Christian Römmer, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Er beschreibt unter dem Titel „Geraubte Werte. Die Effekten der KZ-Häftlinge“, wie den Häftlingen bei der Einlieferung in ein Konzentrationslager ihre persönlichen Gegenstände abgenommen wurden. Geschildert wird, wie einige der Uhren, Ketten und Brieftaschen auf verschlungenen Wegen zu ihrem heutigen Verwahrungsort, den Arolsen Archives, gelangt sind.

Die Ausstellung im Park des Bahnhofs in Friedrichsruh ist dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und kann ohne Anmeldung besichtigt werden. Der Eintritt ist frei

Fundstücke
Die persönlichen Gegenstände werden in den Arolsen Archives verwahrt Foto: Arolsen Archives

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