30. April 2021
Curslack

Junge Landfrau hat alles fest im Griff

Stefanie Zierz bringt sich jetzt im Vorstand ein

Stefanie Zierz, hier mit Welpe Rudi, ist 3. Vorsitzende des Landfrauenverband Hamburg e.V. Foto: Franziska Klotz

Stefanie Zierz, hier mit Welpe Rudi, ist 3. Vorsitzende des Landfrauenverband Hamburg e.V. Foto: Franziska Klotz

CURSLACK 1200 Mitglieder zählt der Landfrauenverband Hamburg e.V. Zu ihnen zählt auch Stefanie Zierz (37) aus Curslack. Vor Kurzem ist die 37-Jährige in den Vorstand des Hamburger Landesverbandes gewählt worden.

Sie hat vier Kinder, arbeitet in ihrem Beruf als Rechtsanwaltsfachangestellte und in der Schnittblumengärtnerei ihres Mannes. Nun steht sie als 3. Vorsitzende mit an der Spitze des Landesverbandes, zusammen mit drei anderen Frauen aus den Vier- und Marschlanden, und darf mit entscheiden, wo es lang geht. „Ich möchte etwas bewegen, Dinge verändern. Und das kann ich nur, wenn ich ganz oben mit dabei bin, also im Vorstand. Sonst bleibe ich immer nur eine kleine Stimme“, sagt Stefanie Zierz, die über den Ortsverein Curslack-Neuengamme zu den Landfrauen kam. Dorthin hatten einst ihre Oma und ihre Tante sie mitgenommen. Doch so richtig zog sie das Programm zunächst gar nicht an. „Es funktioniert doch“, bekam sie häufig zu hören. „Aber das reichte mir nicht“, betont sie. Nach und nach wurde sie im Ortsverein aktiver. Bis sie vor drei Jahren in den Vorstand einberufen wurde. Da stand für sie fest: „Wir brauchen neue Mitglieder. Und wir brauchen ein Programm, bei dem auch für junge Frauen etwas dabei ist. Nur so geht es mit den Landfrauen weiter.“

Der Anfang war gemacht, sie saß an der Quelle der Informationen und Möglichkeiten. Eins ihrer Herzensprojekte war die Digitalisierung, um die Frauen besser zu vernetzen. Und dann, vor zwei Jahren, gründete sie zusammen mit Rebecca Behn die Jungen Landfrauen Hamburg und brachte noch mehr frischen Wind in den Verein. Trotz des Lockdowns kamen im vergangenen Jahr hamburgweit rund 20 neue junge Mitglieder hinzu. „Sie sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, fast alle wohnen in den Vier- und Marschlanden“, erzählt Stefanie Zierz. Über Social Media und persönliche Empfehlungen werden es immer mehr. Das Programm haben Stefanie Zierz und ihre drei Mitstreiterinnen altersgemäß gestaltet, locker und mit viel Spaß verbunden. „Ich kann nicht wissen, was die Generation 70 plus will. Aber was die jungen Frauen wollen, das weiß ich. Wir versuchen, beides abzudecken.“ Da ist zum Beispiel die Online-Sportstunde. Auch dafür waren ihre Bemühungen um Digitalisierung gut – Jung und Alt treffen sich vor dem Bildschirm und machen gemeinsam Sport. Ihr Anliegen ist nicht nur, Jüngere für die Landfrauen zu begeistern, sondern Generationen zusammenzubringen. „Es geht darum, den Jüngeren zu zeigen, was Gemeinschaft heißt“, sagt sie. Gerade wenn man Kinder hat, sei das sehr wichtig. Der Satz „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ gelte auch heute noch. Um Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen geht es übrigens auch in dem Projekt, das sie gerade hamburgweit mit auf die Beine stellt: „Heimat, unsere Wurzeln“.

Kontakt: www.landfrauenverband-hamburg.de

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