24. Dezember 2022
Bergedorf

Zehn Jahre geplant – nun gehts los

Die Vorarbeiten für das neue Weidensteg-Quartier haben begonnen

Auch ein Nahversorgungszentrum soll im neuen Weidensteg-Quartier entstehen. Die ersten Hochbauarbeiten sind nach aktueller Planung für Anfang 2025 vorgesehen Foto: CAx Toolbox

BERGEDORF Immer wieder wurden die Pläne für das Weidensteg-Quartier verändert, abgespeckt, neu gedacht – und das zehn Jahre lang. Seit 2022 hat das geplante Bergedorfer Projekt mit 710 Wohnungen am Schleusengraben endlich die Vorweggenehmigungsreife. Und nun soll es auch bald losgehen.

Nachdem Eigentümer Swiss Life Asset Managers bereits „erste Bodenuntersuchungen“ vorgenommen hat, werde wohl „im neuen Jahr der erste Bauantrag gestellt“, informiert Martin Marsmann, Sprecher von Swiss Life Asset Managers Deutschland, auf Anfrage.

Frage nach dem Tempo

Die Frage nach dem Tempo der Umsetzung stellt sich für Beobachter durchaus. Denn das Unternehmen Swiss Life Asset Managers, das das Projekt jüngst von Investor Hans-Werner Maas kaufte, hat in Hamburg noch ein weiteres Bauvorhaben übernommen. Und dort an der Holstenstraße in Altona wächst das Gras in der Baugrube mangels Bautätigkeit immer höher, schon viele Monate herrscht dort Stillstand.

„Aufgrund individueller Rechtsstreitigkeiten kommt es hierbei zu Bauverzögerungen, die wir sehr bedauern“, so Marsmann über das Altonaer Vorhaben. Für Bergedorf werde hingegen davon ausgegangen, „dass das Projekt planmäßig verläuft“.
Das bedeutet: Nach den Bodenuntersuchungen, die vor Bauarbeiten üblich sind, soll es schon bald „weitere bauvorbereitende Maßnahmen wie Bodensanierung und Erschließungsmaßnahmen“ geben. Diese seien aktuell für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. Parallel zum ersten Bauantrag würden Erdarbeiten und Erschließungsmaßnahmen laufen. „Die ersten Hochbauarbeiten sind nach aktueller Planung für Anfang 2025 vorgesehen“, so Marsmann.

Um Anwohner, Nachbarn und Interessenten über das Projekt Weidensteg auf dem Laufenden zu halten, soll es eine Homepage mit Projektinformationen und Kontaktmöglichkeiten geben. Denn neben Eigentumswohnungen soll auch zu 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnraum entstehen. Vermarktet wird der Weidensteg künftig unter einem neuen Namen – der allerdings noch nicht verraten wird.

2023 soll auch ein anderes Projekt umgesetzt werden, das eng mit dem Quartier verbunden ist: die lang erwartete Fußgängerbrücke von dort über den Schleusengraben zum Schilfpark. „Wir erwarten, dass im nächsten Jahr die Bauarbeiten beginnen“, so Bezirksamtssprecher Lennart Hellmessen. Fertig sei die Brücke wohl 2024. Anfang 2023 soll dem Stadtentwicklungsausschuss ein neuer Zeitplan dazu vorgelegt werden.

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