23. April 2022
Bergedorf

Wo Altes Neuem weichen musste

Stadtrundgang des Kultur- & Geschichtskontors durch die Innenstadt

Haus

Besetzung von „Kaffee Möller“ am 1. September 1990, kurz vor dem Abbruch des Baudenkmals aus dem 17. Jahrhundert Foto: Kultur- & Geschichtskontor

BERGEDORF Das Kultur- & Geschichtskontor lädt für Sonntag, 24. April, wieder zu einem historischen Stadtrundgang ein. Die Historikerin Caroline Bergen wird durch die Bergedorfer Innenstadt führen und einen Überblick über die wechselvolle Stadtgeschichte geben.

Diesmal werden verschiedene, teils gefährdete denkmalgeschützte Gebäude im Sachsentor vorgestellt und auch das gerade im Bau befindliche „KörberHaus“ wird angesteuert und die abwechslungsreiche Geschichte dieses Bauplatzes besprochen. Zudem soll der alte Bergedorfer Hafen am Serrahn in den Blick genommen werden, derzeit Schauplatz lebhafter Umgestaltungen.

Einer der Schwerpunkte des Stadtrundgangs begleitet das Kultur- & Geschichtskontor seit seinen Gründungstagen: Die Geschichte der Zerstörung von historischen Gebäuden im Zeichen moderner Stadtplanung. So führt der Weg auch an Orten vorbei, an denen sich früher historisch wertvolle Gebäude befanden, die heute längst durch Neubauten oder Nachbauten ersetzt worden sind.

Eines der jüngeren Beispiele ist das Bauprojekt des Schuhhauses Schüttfort an der Chrysanderstraße, wo vor wenigen Jahren das Fachwerkgebäude eines historischen Kornspeichers abgerissen wurde. Auf der Grundlage der eingesehenen Akte des Denkmalschutzamtes wird erklärt, wie es dazu kommen konnte. An vielen Orten werden alte Fotografien gezeigt, an denen man die enormen Veränderungen im Stadtbild nachvollziehen kann. Die Führung wird nach etwa zwei Stunden auf dem Gelände der ehemaligen Stuhlrohrfabrik, vor vielen Jahren der größte Arbeitgeber Bergedorfs, enden.

Alle Interessierten treffen sich um 14 Uhr direkt am Kultur- & Geschichtskontor im Reetwerder 17. Die Führung findet im Rahmen des Tages der Geschichtswerkstätten statt und ist daher kostenfrei, gerne können die Teilnehmer aber für die Arbeit des Kultur- & Geschichtskontors einen Betrag nach Ihrem Ermessen spenden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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