1. Oktober 2022
Bergedorf

„Wir brauchen Menschen wie Sie“

Empfang für Stadtteileltern im Rathaus

Teilnehmer des Dankeschön-Empfangs für Bergedorfer Stadtteileltern im Bezirksamt Foto: Pöhlsen

BERGEDORF „Wenn Engel sich treffen, scheint die Sonne.“ Mit diesem poetischen Vergleich eröffnete Miryam Hartmann den Dankeschön-Empfang für die Stadtteilmütter und -väter im Spiegelsaal des Bergedorfer Rathauses.

Sie moderierte nicht nur die Veranstaltung, sondern ist auch in der Bezirksverwaltung für die Arbeit der drei Bergedorfer Projekte verantwortlich. Sie kann deswegen genau beurteilen, wie wichtig deren Arbeit ist. „Eine tolle Erfolgsgeschichte“, würdigte auch Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann das ehrenamtliche Engagement der Mütter und Väter mit Migrationshintergrund.

Stadtteileltern sind Ansprechpersonen, die selbst aus Zuwandererfamilien stammen, gut Deutsch sprechen und sich in ihrem Viertel auskennen. In ihrem Umfeld beraten sie in ihrer Muttersprache auf Augenhöhe. Sie vermitteln dabei zwischen den Kulturen und helfen, wo das etablierte Hilfesystem noch nicht ankommt.

Stadtteileltern

Das ursprünglich aus Berlin kommende Vorhaben hat für Hamburg die Sozialbehörde initiiert, die die Realisierung an die Bezirksämter delegiert. 24 Projekte gibt es in Hamburg, drei davon im Bezirk Bergedorf. Die Bergedorfer Stadtteilmütter starteten 2014 in Lohbrügge. 2016 folgte Neuallermöhe und 2020 Bergedorf-West. Da sich in letztgenanntem Projekt auch Väter engagieren, hat es dort den Titel Stadtteileltern.

Die Projekte sind an Familienzentren angegliedert. In Bergedorf engagieren sich 63 Mütter und Väter, die von sechs hauptamtlichen Koordinatoren betreut werden. Sie betreuen hauptsächlich Familien aus dem Iran, Afghanistan, Syrien, der Ukraine, der russischen Föderation und afrikanischen Nationen.

„Dabei stellen Sie sich immer wieder neuen Herausforderungen“, sagte die Bezirksamtsleiterin.
Träger der drei Projekte ist der Verein Sprungbrett. Neben den Mitteln aus der Sozialbehörde wird das Vorhaben von der Buhk-, der Bürger- und der Homann-Stiftung unterstützt. „Wir haben nur das Geld. Wir brauchen Menschen wie Sie, die in die Familien gehen“, dankte Mechthild Kränzlin von der Homann-Stiftung den Stadtteileltern. Die gaben den Dank über Jenna Fahala zurück: „Ihre Unterstützung macht es möglich, dass wir als Botschafter in die Familien gehen können.“

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