6. August 2022
Bergedorf

Trommelwirbel zum 30. Lola-Geburtstag

Gefeiert wird mit alten und neuen Weggefährten

Lola

Lola-Chefin Petra Niemeyer (l) und Lola-Sprecherin Simone Schmidt laden zum Festprogramm ein Foto: Keber

BERGEDORF Für die Anfänge brauchte das Gründungsteam einen langen Atem. Heute, nach 30 Jahren, ist das Stadtteilkulturzentrum Lola ein etablierter Anlaufpunkt für alle Generationen.

Die Jüngsten amüsieren sich beim Puppenspiel, Jugendliche treffen sich zum Lola Beat, die Älteren beim Old Folks Boogie. Und für alle Generationen gibt es Konzerte, Theater, Kabarett, Ausstellungen, Selbsthilfegruppen und ein breites Kursprogramm.

Dabei hatte es in der Gründungsphase noch reichlich Gegenwind gegeben: „Dieser Plan treibt die CDU zur Weißglut: Ausgerechnet ein ehemaliges Polizeirevier soll zum alternativen Stadtteilzentrum umgewandelt werden.“, schrieb die TAZ am 24. März 1989.

„Für die alternative Szene im Cafe Flop und Unser Haus e.V. waren wir mit Ende 20/Anfang 30 langsam zu alt, also haben wir für unser Projekt, ein eigenes Stadtteilkulturzentrum in Bergedorf auf die Beine zu stellen, gekämpft“, erzählt Petra Niemeyer. „Und tatsächlich: Am 7. Oktober 1992 bekamen wir den Schlüssel für das ehemalige Gemeindehaus Sande, in dem bis dahin die Polizeiwache Lohbrügge stationiert war, überreicht.“ Dann hieß es erstmal, zwei Jahre bei den Umbauarbeiten mit anpacken, bevor das Team im Juni 1994 den Saal und die Lola-Bar für Publikum öffnen konnte. Und dann ging‘s los: Bands wie I-Fire, Schauspieler wie Alma Hoppe, Slamer wie Moritz Neumeier und Comedians wie Chris Tall hatten hier ihre ersten Auftritte. „Mit unserem vielseitigen Programm wollen wir alle Generationen ansprechen“, sagt die Lola-Chefin. „Nach 30 Jahren kommen viele unserer allerersten Gäste immer noch zu uns, aber ihre Kinder inzwischen auch.“

Die Finanzierung der ambitionierten Stadtteilarbeit war von Anfang an ein Thema. „Ohne die Unterstützung des Bezirksamtes hätte es in der Corona-Zeit nicht funktioniert“, sagt die Lola-Chefin. „Und sowohl die Gäste als auch die Veranstalterinnen hatten teilweise Tränen in den Augen als es endlich wieder losgehen konnte.“

 

Auch interessant