17. September 2022
Bergedorf

Sieben Ideen für Bergedorfs City

Zwischenpräsentation Urteil der Bürger ist weiterhin gefragt

So sieht der Bergedorfer Markt mit dem ehemaligen Karstadt-Haus im Moment aus Foto: Busse

BERDEDORF Es braucht noch einiges an Nachhilfe für die sieben Architekturbüros, die das Herz der Bergedorfer Fußgängerzone neu gestalten sollen – den Neubau auf der Fläche des ehemaligen „kleinen“ Karstadt-Hauses.

„Das sieht ja aus wie in Rahlstedt“, war einer der Besucher-Kommentare am Montag, dem ersten Tag der Zwischenpräsentation der Architektenbeiträge zum Wettbewerbsverfahren im „großen“ Karstadt-Haus am Sachsentor. Andere Bürger sorgten sich um die starke Beschattung der Außengastronomie, die gemäß Vorgabe des Bezirksamtes auf dem alten Karstadt-Parkplatz entstehen wird. Und immer wieder war die Frage zu hören: „Wo ist bei diesen Entwürfen denn das Besondere?“

Grüner Innenhof

Doch wer hochmoderne Fassaden aus Stahl und Glas erwartet hatte oder ein Aufgreifen des filigranen Stils der benachbarten Gründerzeithäuser, suchte das in der Zwischenpräsentation vergeblich. Vieles wirkt wie ein typisches Wohnquartier, das eher zufällig noch Geschäfte beherbergt.

Doch genau deshalb gibt es die Zwischenpräsentation, sind die Bürger doch ausdrücklich aufgefordert, die Entwürfe klar zu bewerten sowie gern auch Verbesserungsvorschläge zu machen.

Und bei genauem Hinsehen gibt es tatsächlich interessante Ansätze: Einige Entwürfe trennen den ganzen Bau in zwei Teile und schaffen so einen Durchgang von der Fußgängerzone am Bergedorfer Markt zur Straße Hinterm Graben, was längere Schaufensterfronten und kleinteilige Ladenstrukturen ermöglicht. Teils werden auch Arkaden angedacht, die den massiven, in einigen Entwürfen bis zu sechs Etagen hohen Baukörper auflockern.

Manche Büros wollen einen grünen Innenhof im ersten Stockwerk schaffen, andere möchten den Hof in Form einer imposanten Treppe mit der Fußgängerzone verbinden. Auffällig auch: Einzelne Büros planen die Außengastronomie auf dem alten Karstadt-Parkplatz so groß, dass der Wiebekingweg überplant wird.

Fakt ist: Die Wertungen und Ideen der Besucher der Zwischenpräsentation werden an die Büros weitergegeben, mit der ausdrücklichen Bitte um Berücksichtigung. Die Architekten haben dann bis zur öffentlichen Abschlusspräsentation am 25. und 26. November Zeit, alles in ihre Entwürfe einzuarbeiten.

Auch interessant