29. Juli 2020
Bergedorf

Mit Roboter Robbi durchs Schloss

Museum: Am 1. August starten wieder die geführten Programme

Schanett Riller und Jörg-Ulrich Gerhard präsentieren Roboter „Robbi“ und ein kleines Eigenbau-Modell (re.) zum Dielenschrubben Foto: Thomas Voigt

BERGEDORF Es geht wieder los mit dem Programm im Bergedorfer Schloss. Ab Samstag, 1. August, bietet das Museum für Bergedorf und die Vierlande wieder regelmäßige Rundgänge an – coronabedingt allerdings nur mit bis zu zehn statt 25 Personen.

Auch die beliebten Gruppenprogramme für Kinder zu Geburtstagen oder anderen Gelegenheiten gibt es wieder. Hier haben Museumspädagoge Jörg-Ulrich Gerhard und Museums-Chefin Dr. Schanett Riller in der Zwischenzeit neue Formate, auch für Jugendliche, entwickelt.
Sie sind reduziert auf eine Zahl von sechs bis acht Teilnehmern, kosten 110 bis 140 Euro.

Beim „Märchengeburtstag“ für Kinder ab fünf Jahren sind die jungen Teilnehmer aufgerufen, im Schloss auf Schatzsuche zu gehen. Wer ihn finden will, muss dem Märchenerzähler gut zuhören: In seinen Berichten von Aschenputtel & Co. sind spannende Tipps und Aufgaben enthalten, die helfen, den Schatz zu finden. Am Ende muss für die Schatulle noch die richtige Zahlenkombination herausgeknobelt werden.

Basteln mit Zahnbürste und Pfeifenreinigern

Ebenfalls neu ist das Programm mit „Robbi Roboter“ für Kinder ab acht Jahren. „Unser Museum dokumentiert nicht nur Schlossgeschichte, sondern auch die Geschichte der Stadt“, erläutert Schanett Riller. „Und Roboter gibt es in Bergedorf schon eine ganze Zeit lang.“ Jörg-Ulrich Gerhard ergänzt: „Rasenmäher, Autowaschanlage, Staubsauger, alle sind auf ihre eigene Weise Alltagsroboter.“
Seit Kurzem gibt es auch einige Schloss-Roboter, die von den Kindern programmiert werden können. So umfahren sie Hindernisse eines Parcours und schnappen sich Gegenstände, die sie ans Ende der Runde transportieren. Eine weitere Aufgabe besteht darin, selbst einen batteriebetriebenen Mini-Roboter zu basteln – aus einer Zahnbürste und Pfeifenreinigern. „Der kann dann hier im Schloss die Holzdielen schrubben“, meint Gerhard.

Für Jugendliche ab 13 Jahren ist das „Escape Game“ gedacht, das nach der Idee des Freizeitspaßes „Escape Room“ für Erwachsene funktioniert. Im Schloss gilt es, das „Geheimnis der schwarzen Schatulle“ zu lüften. Die Geschichte: Der Zeitreisende Cosmo ist verschwunden, hat aber im Schloss einen Brief mit Hinweisen hinterlassen. Damit müssen sich die Spieler von Raum zu Raum rätseln – mit Köpfchen, Geschick und nicht zu langsam, denn die Zeit ist begrenzt. „Wer gern Kassetten mit den „Drei Fragezeichen“ hört, ist hier auf jeden Fall richtig“, sagt Schanett Riller.

Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche können jetzt auch – kostenlos – ein Tablet-Quiz spielen und dabei ihr Wissen zu Bergedorfs Geschichte überprüfen.

Sämtliche Programme werden gebucht über info@museumsdienst-hamburg.de

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