5. August 2020
Bergedorf

Festival-Ausrüstung für daheim

„Umsonst & Trotzdem“: Fan-Pakete sorgen für das richtige Feeling

Wutz

Christian Braubach (52, links) und sein Schwager René Braubach (38) engagieren sich in der Wutzrock-Gruppe, die sich um das Merchandising kümmert Foto: Heyen

BERGEDORF Die 42. Ausgabe des legendären Wutzrock-Festivals wird wegen der Corona-Pandemie am Sonnabend, 8. August, ausschließlich im Internet gefeiert. T-Shirts und andere begehrte Werbeartikel gibt es aber auch im Ausnahme-Jahr – nach dem Motto „umsonst & trotzdem“.

Christian Braubach (52) und sein Schwager René Braubach (38) engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für das „umsonst & draußen“-Festival, das eigentlich in wenigen Tagen am Eichbaumsee gefeiert werden sollte. Die Männer arbeiten in der sogenannten Infozelt-Gruppe. Während des Festivals ist das Zelt Anlaufstelle für Besucher, die Fragen haben. Dort wird auch über die Historie des unkommerziellen Rockspektakels informiert, zudem gibt es „Fanartikel“.

„Anfangs gab es nur Buttons zum Anstecken und Postkarten mit dem aktuellen Plakat“, sagt Christian Braubach. „Inzwischen bieten wir Karten verschiedener Jahrgänge als Zehnerpack an.“ Wutzrock-T-Shirts gab es erstmals vor zehn Jahren, berichtet der 52-Jährige. Seitdem gehören sie dazu wie das Bierzelt und die Weltmeisterschaft im Schlafsackwetthüpfen.

Fünf Ehrenamtliche verschicken nun bunt gemischte „Care-Pakete“, denn die Fanartikel gibt es nicht einzeln zu kaufen: das „Seebühnen-Paket“ (10 Euro) und das „Elbbühnen-Paket“ (25 Euro). Beide enthalten einen Plastikbierbecher, einen Sticker und ein Festivalbändchen. Das kleinere „Seebühnen-Paket“ enthält zusätzlich ein Schlüsselband, das „Elbbühnen-Paket“ T-Shirt, Button und Flaschenöffner.

„Wir hoffen, dass die Leute zu Hause Festival machen, wenn sie den Livestream im Internet sehen“, sagt Christian Braubach und grinst. Hunderte Pakete sind bereits fertig, weitere werden je nach Auftragslage gepackt. „Das Kaufverhalten der Fans ist anders als bei bisherigen Festivals. Die Leute brauchen nun Equipment für Zuhause“, sagt Christian Braubach.

An dem Merchandising verdienen die Wutzrocker keinen Cent, betonen die Infozelt-Mitarbeiter: Sämtliche Gewinne sollen an Künstler gespendet werden. „Sie gehören zu den von der Corona-krise am härtesten getroffenen Berufsgruppen“, sagt Wutzrock-Sprecherin Sabine Vielhaben. Bei den kleinen Paketen würden ein bis zwei Euro Gewinn übrig bleiben, von den großen rund fünf, sagen die Wutzrocker. Zur Festival-Sonderausgabe sollen auch 30-Sekunden-Videoclips gezeigt werden. Jeder ist eingeladen, Handyfilme aufzunehmen: Ein Grußwort oder Erinnerungen an vergangene Festivals sind ebenso gefragt wie Solidaritätsbekundungen oder Mini-Songs, Performances oder Tänze.

Wer im Netz präsent sein möchte, sendet seinen Kurz-Clip an kulturvonallen@wutzrock.de. Infos und einen Link zu den „Care-Paketen“ gibt’s online unter www.wutzrock.de

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