19. Juni 2021
Bergedorf

Eine eigene Kita für die Grundschule

120 Betreuungsplätze an der Sander Straße

Das Kita-Haus ist komplett aus Holz und hat ein Gründach. Es wird im modularen System gebaut.

Das Kita-Haus ist komplett aus Holz und hat ein Gründach. Es wird im modularen System gebaut. Visualisierung: Herr & Schnell Architekten

BERGEDORF Platz ist in Hamburg bekanntlich ein rares Gut: Bauland ist ebenso knapp wie es Kita-Plätze sind. Die Hansestadt plant 44 neue Schulen in den kommenden Jahren, für die sich nicht leicht Grundstücke finden lassen. Zusätzlich werden 5.000 Kita-Plätze gebraucht. Also haben sich Schul-, Finanz- und Sozialbehörde zusammengetan.
Zum einen geht es dabei um eine enge räumliche Verzahnung: In den kommenden fünf Jahren sollen an mindestens 50 Schulstandorten Kitas erweitert oder neu etabliert werden. Es sollen insgesamt 5.000 Kita-Plätze geschaffen werden, die sich neben Grundschulen befinden. In Bergedorf ist laut Schulbehörde an der Schule Sander Straße eine Kita mit 120 Plätzen geplant.

Synergien nutzen

Zum anderen habe so eine Nähe, die Synergien zwischen Kitas und Schulen ermöglicht, auch einen zukunftsträchtigen pädagogischen Wert, wie Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard betont: „Ein leistungsfähiges Gesamtsystem der frühkindlichen Bildung erfordert einen klugen Übergang von der Kita in die Schule. Hierfür muss ein neues, erweitertes und gemeinsames Erziehungs- und Bildungsverständnis weiter vorangebracht werden.“
Um die Investitionskosten zu senken, wurde zudem ein spezielles „Kita-Haus“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein kostengünstiges Serienhaus. Dazu haben Schulbau und Gebäudemanagement Hamburg mit der Sozialbehörde, der Schulbehörde und Kitaträgern kooperiert. Das Holzhaus mit Gründach kann aufgrund seiner modularen Struktur innerhalb kurzer Zeit errichtet werden. Die Raumaufteilung lässt sich an die individuellen Anforderungen des jeweiligen Kita-Trägers anpassen und verfügt beispielsweise über eine Fußbodenheizung sowie bodentiefe Fenster.
Für den Bau dieser schulintegrierten Kita-Flächen stellt der Senat in den kommenden Jahren investive Mittel von jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. Um neue Kitas auch zeitnah realisieren zu können, wird ein behördenübergreifender Prozess festgelegt.
Schulbehörde, Sozialbehörde, der Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg und Sondervermögen Schulimmobilien haben dazu eine Vereinbarung geschlossen.

Auch interessant