19. Mai 2022
Bergedorf

Ein Haus fürs Leben vor dem Sterben

Generationenhospiz nimmt langsam Formen an

Gebäude

So wird es aussehen: das Hospiz im Park mit seiner markanten Dachkonstruktion Ansicht: Architekten im Wasserturm

BERGEDORF Einen entscheidenden Schritt voran gekommen ist das Projekt Hospiz im Park. Vor Kurzem hat die Infinitas-Kay-Stiftung das Grundstück an der Bergedorfer Lamprechtstraße 6a von der Körber-Stiftung gekauft. Nun ist der Weg frei für das Generationenhospiz.

Was für ein Glück für die Gesellschaft, dass es Menschen wie Marianne und Hans-Michael Kay gibt. Das Hamburger Ehepaar engagiert sich seit Jahrzehnten in der Hospizbewegung und sorgt dafür, dass unheilbar Kranke die letzten Monate, Wochen und Tage ihres Lebens in Würde verbringen können. Für sie ist das eine Herzensangelegenheit. „Niemand sollte in der letzten Phase seines Lebens allein sein“, sagen die beiden, die festgestellt haben, dass es im Hamburger Osten eine große Versorgungslücke gibt. „Wir möchten etwas für die Menschen hier tun.“
Mit ihrer Infinitas-Kay-Stiftung, die sie 2008 gründeten, habe sie schon viel bewegt. 2014 wurde Marianne Kay von der Funke Mediengruppe mit dem Preis „Goldene Bild der Frau“ ausgezeichnet.

Spender gesucht

Läuft alles nach Plan, kann im Dezember 2024 das Hospiz im Herzen Bergedorfs seinen Betrieb aufnehmen. Zehn Millionen kostet das „Leuchtturmprojekt“, an dem die Elbdiakonie, der Hospizdienst Bergedorf, lokale Institutionen aus dem Palliativbereich und weitere Partner und Unterstützer beteiligt sind. „Ein Haus wie dieses gibt es in ganz Norddeutschland nicht“, sagt Hans-Michael Kay. „Wir hoffen, dass andere Großstädte die Idee aufnehmen werden.“ Auf 2100 Quadratmetern soll ein Ort zum Leben und Wohlfühlen entstehen, der die Wünsche und Bedürfnisse der Erwachsenen ab 18 Jahren, die dort selbstbestimmt leben können, berücksichtigt. Die 16 Zimmer sind mindestens 30 Quadratmeter groß und gleichen mit Pflege- und Wohnbereich, ausziehbarem Sofa, Bücherregal und modernster Medientechnik fast schon einem modernen Apartment. Damit das Mehrgenerationenhaus zu einem Ort der Begegnung wird, an dem sich Bewohner und Besucher wohl fühlen, gibt es auch eine riesige Dachterrasse mit Grillplätzen und Hochbeeten.

Gesucht werden noch Sponsoren, wird das gemeinnützige Projekt doch vor allem durch Spenden finanziert. Bis Jahresende werden zwei Millionen Euro benötigt. „Jeder kleine oder größere Betrag hilft“, sagt das Ehepaar Kay.

Spendenkonto: Hospiz im Park, Deutsche Bank, IBAN: DE82 2007 0024 0268 1815 00
www.hospiz-im-park.de

Kay
Marianne und Hans-Michael Kay suchen Sponsoren für ihr gemeinnütziges Projekt Foto: Starmount

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