5. Juni 2021
Bergedorf

Die Eichhörnchenbrücke kommt

Pilotprojekt startet noch in diesem Jahr am Pollhof. Looki stellt Kamera auf

Eichhörnchen

Dieses Eichhörnchen hat es unverletzt über eine Seilbrücke in Berlin geschafft. Solche Bilder soll es bald auch vom Pollhof geben Foto: Aktion Tier

BERGEDORF Die Eichhörnchen bekommen eine Brücke: Die Bezirksversammlung verabschiedete einstimmig die Finanzierung des Pilotprojekts Am Pollhof, das für die Wildtiere die Überquerung von Straßen gefahrlos ermöglichen soll.

Dazu wird der Bezirk für 1000 Euro, die aus Restmitteln des Förder- und Gestaltungsfonds stammen, eine Seilbrücke in luftiger Höhe zwischen zwei Bäumen auf gegenüberliegenden Straßenseiten montieren. Wann das Bezirksamt die Seilbrücke aufhängen wird, steht noch nicht genau fest. Es wird aber sicher in diesem Jahr geschehen, da die Sondermittel sonst verfallen. Die Brücke wird ganz in der Nähe der Wildtierstation des Vereins zur Tierrettung Looki e.V. installiert. Die Tierschützer werden auf eine Brückenseite eine Kamera installieren.

„Die Tierschützer haben ein großes Interesse daran, dass die Eichhörnchenbrücke angenommen wird. Wir wollen dann in einem Jahr im Umweltausschuss erfahren, wie die Eichhörnchenbrücke genutzt wird“, sagte Julian Emrich von der CDU. Seine Partei hatte die Idee für die Eichhörnchenbrücke. „Wenn es funktioniert, dann gibt es viele weitere geeignete Orte in Bergedorf.“ Diese könnten etwa entlang der B 5 im Bereich der Holtenklinker Straße oder der Brücke Ladenbeker Furtweg liegen wie auch am Curslacker Heerweg. Voraussetzungen: zwei gegenüberstehende Bäume und möglichst keine abgeschlossenen Gebäuderiegel.

Bei Looki-Chefin Vanessa Haloui ist die Freude über das Ja zum Pilotprojekt groß. Schließlich sind auch viele Eichhörnchen in der Station untergebracht – die aber hauptsächlich Igel beherbergt. Für diese stacheligen Gefährten startet Vanessa Haloui nun einen Aufruf: „Wir suchen dringend Menschen zum Auswildern von Igeln, die über einen großen Garten oder ein großes Grundstück verfügen.“

Wer helfen möchte, muss auf einige Dinge achten: Ungeeignet sind beispielsweise Grundstücke mitten in der Stadt, die direkt oder nah an Hauptstraßen liegen. Auch Mähroboter sollen auf den Rasenflächen nicht zum Einsatz kommen, da sie Igel schwer verletzen können.

Kontaktaufnahme mit Angabe der Anschrift über Whatsapp oder SMS: 0163/625 12 55 Die Tierschützer rufen zurück

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