16. April 2022
Bergedorf

Bergedorfs Historie direkt vom Handy

Rundgang mit Infotafeln und Texten zum Hören

Stadtrundgang mit sieben Info-Tafeln

Stadtrundgang mit sieben Info-Tafeln

BERGEDORF Demnächst wird es ein neues, teils digitales Angebot für Besucher und historisch Interessierte geben. Das Kultur- und Geschichtskontor erarbeitet rund um den Serrahn einen Stadtrundgang mit sieben Info-Tafeln, auf denen per QR-Code mit dem Smartphone zusätzliche Texte gehört werden können.

Auf der Tafel neben dem Kran an der Serrahnstraße (1) wird die Geschichte des Bergedorfer Hafens notiert. Zu hören gibt es per Audiotext vom Suhrhof, wo Kaufmann Johann Heinrich Suhr zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit Blutegeln handelte.

Leser der Tafel am Kulturhaus „Serrahn Eins“ (2) erfahren vom Kampf der Hansestädte Hamburg und Lübeck um Bergedorf und der daraus resultierenden „beider-städtischen Zeit“ von 1420 bis 1867, als Bergedorf jeweils zur Hälfte zu beiden Städten gehörte. Hörern wird erzählt, dass das Kulturhaus ursprünglich ein Holzhändlerhaus war, das in den Jahren 1891 bis 1893 auch eine sogenannte Kaffeeklappe beherbergte. Dort konnten sich Schiffsleute aus dem Hafen günstig verpflegen.

Am Wehr Alte Holstenstraße (3) wird zu lesen sein, dass hier früher der Mühlendamm verlief und wie mühsam es war, diesen zwischen Mühlenteich und Serrahn zu errichten und die Mühle zu betreiben. Smartphone-Nutzer erfahren, dass hier einst das Holstentor stand und die Findlinge als Grundsteine dienten. Die Tafel an der Schlossbrücke (4) ist dem Bergedorfer Schloss gewidmet. Lesen kann man von seinen Anfängen als Wasserburg mit Umbauten bis zu seiner heutigen Funktion als Museum für Bergedorf und die Vierlande, Archiv, Restaurant und Veranstaltungssaal. QR-Code-Hörern wird die Geschichte vom Kampf ums Bergedorfer Schloss erzählt, bei dem die Lübecker und Hamburger den Herzog von Sachsen-Lauenburg, Erik V., besiegten. Am Hasseplatz (5) schlagen die Leser das älteste Kapitel auf: die Entstehung des 1162 erstmals urkundlich erwähnten Bergedorf. Zu hören gibt es die Geschichte der Hauptkirche St. Petri und Pauli und des benachbarten Hasseturms. Am Kupferhof (6) geht es um die im 13. Jahrhundert errichtete Kornwassermühle, die 1973 trotz Denkmalschutzes zugunsten des CCB abgerissen und wenig später durch ein ähnliches Gebäude ersetzt wurde. Der Audiotext berichtet von der Holzhandlung Behr, die am Platz des heutigen CCB stand.

Auf die Tafel am Kampdeich (7) wird die Geschichte der Stuhlrohrfabrik und des Schiffwassers als ältestem Hafenteil geschrieben. Erzählt wird der Bau des Schleusengrabens, 1445 von Hunderten Arbeitern ausgeschaufelt.

Hörer der Audiotexte  erfahren  historische Fakten zur Hauptkirche St. Petri und Pauli und  zum benachbarten Hasseturm   Foto: Thomas Voigt
Hörer der Audiotexte erfahren historische Fakten zur Hauptkirche St. Petri und Pauli und zum benachbarten Hasseturm Foto: Thomas Voigt

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