19. August 2020
Bergedorf

Ausflugsziel für müde Hamburger

Rundgang durch Bergedorf-Süd

Kassenhaus

Das hölzerne Kassenhaus am ehemaligen Bahnhof in Bergedorf-Süd Foto: Kultur- und Geschichtskontor

BERGEDORF Der erste Rundgang, den das Kultur-& Geschichtskontor Bergedorf coronabedingt in diesem Jahr anbieten kann, führt durch ein ehemaliges Vergnügungsviertel: Bergedorf-Süd.

Die informative Tour mit Christian Römmer vom Kultur- und Geschichtskontor startet am Sonnabend, den 22. August um 14 Uhr am Neuen Weg 54. Hier erinnert der Nachbau des kleinen hölzernen Kassenhäuschens an die Geschichte der Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn. Ihre Eröffnung im Jahr 1842 gab den Startschuss für die Entwicklung von Bergedorf-Süd. Das kleine Städtchen Bergedorf wurde zum Ausflugsziel für alltagsmüde Hamburger.

Rund um den Bahnhof entstand ein Vergnügungsviertel, mit wohlklingenden Namen lockten das „Frascati“, das „Portici“ und das „Colosseum“ die Ausflügler in ihre Gaststätten. Mit der Verlegung des Bahnhofs an die heutige Schienentrasse zwischen Hamburg und Berlin wenige Jahre später war jedoch schnell wieder Schluss mit diesem „italienischen Viertel“. Erst mehr als 50 Jahre später begann die Erschließung des Gebietes als Wohngebiet für die gehobene Arbeiterschicht und die Angestellten.

Zwischen 1900 und 1910 entstanden rund um die Hassestraße, den Töpferhof und die Brookstraße die mehrgeschossigen Mietshäuser, die den Stadtteil prägen. Römmer: „Hier kann man über viele Themen sprechen: die Eisenbahngeschichte, die Schulgeschichte, das Handwerksleben, die Erschließung als Wohngebiet, das Kneipenleben und vieles mehr.“

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund der geltenden Abstandsregeln ist die Zahl der Teilnehmer jedoch auf 20 beschränkt, der Rundgang kostet daher 9 Euro. Frühes Kommen sichert den Teilnehmern einen Platz

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