12. Januar 2023
Bergedorf

Nur Erbbaurecht in Oberbillwerder?

Reizwort für Investoren und Baugenossenschaften

Mit der Vorfahrt fürs Erbbaurecht möchte sich die Stadt Möglichkeiten sichern, auch in Zukunft auf den Flächen zuzugreifen. Dennis Gladiator fragt nach Sonderregelungen Foto: tobiaskoch.net

BERGEDORF Erbbaurecht ist für viele Immobilienkäufer eher ein Reizwort: Besagt es doch, dass sie zwar ein Haus kaufen können, aber nicht den Grund und Boden dazu.

Der bleibt bis zu 99 Jahre beim bisherigen Eigentümer, an den Erbzins gezahlt wird. Dass in Hamburg seit einiger Zeit der Grundsatz „Vorfahrt fürs Erbbaurecht“ beim Verkauf städtischer Grundstücke gilt, wirft nun Fragen für den neuen Stadtteil Oberbillwerder auf: Sollen dort auch alle neuen Grundstücke auf 75 Jahre per Erbbaurecht vergeben werden? Und wenn ja, welche Konsequenzen hat das, wenn es darum geht, Investoren und Baugenossenschaften zu gewinnen, die ab dem Baustart 2024 etliche Millionen Euro im Stadtteil investieren sollen?

Keine klare Antwort

Auf diese Fragen hat der Bergedorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Gladiator in einer Anfrage an den Senat jetzt allerdings keine klare Antwort bekommen: Es sei noch offen, ob in Oberbillwerder die eigentlich bindenden Beschlüsse zum Erbbaurecht greifen oder ob es nicht doch eine Sonderregelung geben werde, heißt es. Die neue Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein, vormals IBA-Chefin, geht indes von einer Ausnahme für Oberbillwerder aus. Denn dort werden auf die Investoren auf dem schwierigen Gelände wohl teilweise sehr hohe Baukosten zukommen, die nur mit einem Kauf wirtschaftlich sind, sagte sie im November auf der IBA-Jahrespressekonferenz zu diesem Thema.

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