13. Februar 2021
Bergedorf

Eine Papierrose gegen die Einsamkeit

Valentinstag: Lassen Sie diese Blüte sprechen!

Doris Kreinhöfer und Morten Jendryschik von der Körber-Stiftung mit ihren Valentinsrosen Foto: Körber-Stiftung

Doris Kreinhöfer und Morten Jendryschik von der Körber-Stiftung mit ihren Valentinsrosen Foto: Körber-Stiftung

BERGEDORF Häufig sind es die kleinen Dinge, mit denen wir anderen Menschen eine Freude bereiten. Zum morgigen Valentinstag am Sonntag, 14. Februar, ruft die Körber-Stiftung zusammen mit dem Wochenblatt zu einer Mitmach-Aktion auf.

Einsamkeit ist nicht nur in Zeiten von Corona ein Thema in unserer Gesellschaft. Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter dem Alleinsein. Allerdings fällt es vielen schwer, dies einzugestehen. Doris Kreinhöfer kümmert sich als stellvertretende Leiterin des Haus im Park der Körber-Stiftung um mehr gesellschaftliches Miteinander. „Verrückterweise hat Corona einen positiven Effekt auf den Umgang mit dem Thema Einsamkeit“, stellt sie fest. „Seither ist es salonfähig, darüber zu sprechen.“ Denn längst betrifft Einsamkeit nicht mehr nur eine bestimmte Gruppe, sondern ist zu einem Phänomen geworden, das seit dem Lockdown viele jüngere Menschen kennen. „Auch die 18- bis 30-Jährigen, die am Beginn von Studium oder Ausbildung stehen, fühlen sich häufig isoliert“, weiß Morten Jendryschik. Er ist bei der Körber-Stiftung für „Engagiertes Bergedorf“ zuständig.

Die Folgen von Einsamkeit im Alter sind bekannt. Sie kann die Gesundheit beeinträchtigen, zu Bluthochdruck, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, um 40 Prozent. „Auch werden einsame Menschen früher pflegebedürftig“ sagt Doris Kreinhöfer. „Prävention gegen Einsamkeit ist damit Prävention gegen Krankheit.“
Ein Projekt, das auch während des Lockdowns gute Dienste leistet, ist die „Bergedorfer Strippe“. Morten Jendryschik vermittelt und vernetzt Menschen, die telefonisch miteinander Kontakt halten – jüngere und ältere. Im Idealfall entsteht beiderseitiges Geben und Nehmen und ist für alle ein Gewinn.

„Nicht immer muss man eine große Aufgabe an Land ziehen, um Gutes zu tun“, sagt Doris Kreinhöfer. „Manchmal reicht schon ein kleines Zeichen, um jemandem zu zeigen: Du bist mir wichtig.“ Zum Valentinstag hat sich die Körber-Stiftung eine besondere Mitmach-Aktion ausgedacht.

 

Über Fotos von den Rosen, vielleicht auch vom Überbringer oder Empfänger, freut sich die Redaktion per E-Mail bis Sonntag, 14.2., 24 Uhr: Redaktion@hamburger-wochenblatt.de, Stichwort: Rose. Eine Auswahl veröffentlicht das Wochenblatt in der nächsten Ausgabe. Gern Fotos teilen auf Facebook und Instagram und mit der Körber-Stiftung (@koerberstiftung) verlinken.

 

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