2. September 2020
Bergedorf

Awo fordert Erhalt der Waldkita

Hamburger Landesverband gegen geplante Umgehungsstraße

Waldkita

Kinder, Eltern und Erzieher der Awo-Waldkita Bergedorf wollen ihren Standort auf keinen Fall aufgeben Foto: Anne Strickstrock

BERGEDORF Die Hamburger Awo nutzt die Irritation in der Bergedorfer Koalition für einen Vorstoß gegen die geforderte Umgehungsstraße für Bergedorf. Dieser würde die Waldkita der Awo zum Opfer fallen. Entgegen ihrem Koalitionsvertrag mit SPD und FDP haben die Grünen sich zuletzt gegen eine solche Ortsumgehung ausgesprochen.

Der Awo-Landesverband unterstützt nun Eltern, Kinder und Personal der Waldkita beim Kampf für deren Erhalt und appelliert an Bergedorfs Politik, die geplante Straße am Geesthang aufzugeben.

Bisher hat die Bergedorfer Ampelkoalition lediglich eine Machbarkeitsstudie beim Bezirksamtsleiter eingefordert. „So eine Machbarkeitsstudie würde viel Geld kosten und uns, wie auch Eltern und Kinder, lange Zeit im Unsicheren lassen“, erklärt jetzt Dr. Arne Eppers, Landesvorstand der Awo Hamburg.

Die Waldkita besteht bereits seit 1997. In dem Holzhaus spielen täglich rund 50 Kinder, klettern und toben im umliegenden Wald. Gerade für Kinder mit besonderem Förderbedarf bietet die Kita laut Landesvorstand Dr. Arne Eppers eine geeignete Umgebung.

Die geplante Straße würde der Idylle ein jähes Ende setzen. Die Awo Hamburg will nun nicht erst auf die Ergebnisse der Studie warten, sondern fordert den Erhalt von Kita und Naherholungsgebiet. „Zusammen mit unseren engagierten Mitarbeitern vor Ort sowie Eltern und Kindern werden wir uns weiter für den besonderen Spiel- und Lernort in der Natur einsetzen.“

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