1. Juli 2020
Bergedorf

300 Ferien-Tipps zum Auspowern

Großes Sommerprogramm der TSG in Kooperation mit der Bergedorfer Zeitung

TSG-Jugendleiter Tobias Münster (41, r.) und Azubi Paul Wegner (20), wollen es in „Allerfornia“ richtig krachen lassen Foto:Strickstrock

BERGEDORF Ihr traditionsreiches Zeltlager in Behrensdorf an der Ostsee musste die TSG wegen der Pandemie absagen. Dennoch werden alle Kinder und Jugendlichen mit reichlich Spiel, Sport und Spaß auf ihre Kosten kommen: Innerhalb nur weniger Tage hat Bergedorfs größter Sportverein ein Ferienprogramm auf die Beine gestellt, das mehr als 300 Angebote vorhält.

In Kooperation mit der Bergedorfer Zeitung gibt es mehrtägige Camps mit Iglu-Zelten, die am Skatepark in Neuallermöhe, beim Jugendclub am Mittleren Landweg und im Wentorfer „Kissland“ aufgestellt werden. Große Koffer sind überbewertet: Schlafsack, Isomatte und Waschzeug reichen völlig, dazu eine Portion Abenteuerlust. Denn in „Allerfornia“ am Sophie-Schoop-Weg etwa darf von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geskatet werden, außerdem liegen Kanus am Fleet bereit, wartet der sechs Meter hohe Kletterturm, gibt es dazu Nachhilfe im Graffiti-Sprayen. Den ganzen Sommer über werden zahlreiche Termine angeboten, für die TSG-Mitglieder 95 Euro, andere Gäste 115 Euro zahlen (bei Vollverpflegung). Freie Plätze und die Preise für sämtliche Angebote finden sich im Internet unter www.tsg-bergedorf.de/sommer2020.

Nicht zuletzt wegen Corona muss jede Teilnahme angemeldet werden. Im Skatepark zum Beispiel dürfen nur 50 Kids gleichzeitig über den Platz cruisen. Outdoor-Discos und eine Nachtwanderung sind beim „Action-Camp“ am Gleisdreieck geplant, nachdem sich die Elf- bis 15-Jährigen tagsüber beim Fußball, Wikingerschach oder Volleyball ausgetobt haben. Das Stockbrot am Lagerfeuer ist ebenso ein „have to“ wie die Shows auf der kleinen Bühne. „Wir spielen die Montagsmaler, Wer wird Millionär oder die perfekte Minute“, erklärt Azubi Paul Wegner (20): „Das muss man in einer Minute viele Äpfel stapeln, sich Strohhalme in die Haare klemmen, eine Murmelbahn bauen oder verschiedene Gewürze am Geruch erkennen.“

Wer sich richtig auspowern will und zwischen acht und zwölf Jahre alt ist, sollte zum dreitägigen „Triathlon-Camp“ kommen: Die Kids radeln von Wentorf zum Oortkatensee, wollen dort laufen und schwimmen. Längst ausgebucht sind indes bereits das Zirkus-Camp und das Camp für Naturdetektive An der Wache 10. Wohl aber sind Acht- bis Zwölfjährige noch beim Beach- & Outdoor-Camp willkommen, bei dem die zehn Zelte ganz nah am sandigen Volleyballfeld aufgestellt werden.

Wer nicht übernachten will, hat ebenso reichlich Auswahl bei den Tagesangeboten: Mittwochs und freitags etwa ist im Oortkaten-Hafen von 10 bis 16 Uhr Stand-up-Paddeln angesagt, an anderen Tagen gibt es Comic-Zeichen, Basketball-Workshops für Mädchen, Windsurfing-Kurse (schon ausgebucht) oder auch eine Bladeschool für Anfänger und Fortgeschrittene. Ferienkinder können mit dem Laserschwert trainieren, Schach spielen, Frisbees werfen oder die Scooter-Fahrschule besuchen: „Da lernt man, richtig zu fallen, also auf die Seite und nicht aufs Knie, den Lenker loslassen und die Arme nicht abstützen“, erklärt TSG-Jugendleiter Tobias Münster, der auch die ersten Tricks auf der Rampe zeigt.

Cruisen, klettern, Kanu fahren

In Neuallermöhe werden auch nur stundenweise Workshops angeboten – und die sind meist, dank der Zuschüsse durch den Hamburger Sportbund, kostenlos: Rope-Skipping (donnerstags) und FitDance (sonntags) gehören ebenso dazu wie Kanu-Touren, Klettern für Sechs- bis 14-Jährige oder Virtual-Reality-Spiele mit dem „Oculus-Quest-Headset“ im Jugendclub Juzena. Noch zehn freie Plätze gibt es derzeit beim Tricking-Workshop am 13. Juli. Das ist eine Fusion aus Breakdance, Bodenturnen, Martial Arts und anderen Sportarten, die Kicks, Flips und akrobatische Elemente beinhalten.

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