18. September 2021
Bergedorf

27 Möglichkeiten, sich vor Ort zu engagieren

Schaufenster-Ausstellung in Bergedorfer City

Sie engagieren sich bereits und suchen durch die Plakataktion weitere Mitstreiter: Jörg Froh (v.l.), Michael Solscher, Kirsten Görres und Renate NietzschmannFoto: J. Schubert

Sie engagieren sich bereits und suchen durch die Plakataktion weitere Mitstreiter: Jörg Froh (v.l.), Michael Solscher, Kirsten Görres und Renate Nietzschmann Foto: J. Schubert

BERGEDORF Mit großformatigen Plakaten in den Schaufenstern der ehemaligen Karstadt-Häuser am Sachsentor porträtiert das SHiP-Team (Stiftung Haus im Park) 27 gemeinwohlorientierte Bergedorfer Organisationen. Wer schon länger mit dem Gedanken gespielt hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, aber noch nicht das Passende für sich gefunden hat – die aktelle Ausstellung in den ehemaligen Karstadt-Schaufenstern gibt Anregungen.

„Die Plakate zeigen 27 Facetten des freiwilligen Engagements und damit ebenso viele Möglichkeiten, sich in Bergedorf zu engagieren“, sagt Projektkoordinatorin Kirsten Görres von der Stiftung Haus im Park.

Wer dabei etwas für sich entdeckt hat: Auf jedem Plakat befindet sich ein QR-Code, über den Interessierte via Smartphone den ersten Kontakt herstellen können. Ob man sich um Nachhaltigkeit, Kultur, Flüchtlingshilfe oder Tierschutz, um ältere Menschen oder um ein besseres Zusammenleben in seinem Stadtteil kümmern möchte – die Angebotspalette ist so vielfältig, dass jeder das Passende für sich finden kann. „Corona bedingt mussten viele Ehrenämtler eine Zwangspause einlegen, wie etwa die Bergedorfer Tafel oder die Mädchen- und Jungs-Treffs. Aber jetzt kann es wieder losgehen“, sagt Görres.

Damit alle diese Pause überleben, hat die SHiP Stiftung im vergangenen Jahr etwas mehr als 30.000 Euro Fördergeld an 26 Antragsteller von Vereinen und Initiativen verteilt. SHiP-Fördertopf sicherte Überleben der Vereine Svenja Bachert von der SHiP-Geschäftsstelle: „Der SHiP-Fördertopf wurde eingerichtet, um vorbildliche Projekte für Bergedorf und Umgebung aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Erziehung, bürgerschaftliches Engagement und Völkerverständigung zu unterstützen.“ Zudem waren Bergedorfs Ehrenamtliche äußerst kreativ, um ihre jeweilige Sache trotz Lockdowns am Laufen zu halten. Ein ganz besonderes Augenmerk legte die SHiP bei den Anträgen auf die Unterstützung der Schwächsten der Gesellschaft.

So erhielt die Bergedorfer Tafel 1500 Euro, um die Lebensmittelausgabe draußen unter einem Zelt umsetzen zu können. Die Bergedorfer Engel, die sich in der Obdachlosenhilfe betätigen, konnten für 3000 Euro ebenfalls ein Zelt anschaffen. Das Kinderkulturhaus Kiku freute sich über 1000 Euro und die Tierretter von Looki erhielten Geld, um sich einen Bauwagen auf dem Gelände der Wildtierstation am Pollhof leisten zu können. Auch in diesem Jahr will die Stiftung wieder mindestens 30.000 Euro bereitstellen.

„Wir konnten uns seit Monaten nicht treffen, jetzt geht es endlich wieder los“, sagt Jörg Froh vom 1. Traktoren-Oldtimer-Club Hamburg (TOCH). Darüber freuen sich auch alle anderen Vereine – und natürlich auf viele neue Mitglieder.

Die Schaufenster-Ausstellung der SHiP ist noch bis zum 4. Oktober im Sachsentor 33–39 bzw. 63 (in den ehemaligen Karstadt-Häusern) zu sehen

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