20. Januar 2023
Allermöhe

Hospiz am Deich ist eingeweiht

Betrieb soll aber erst Mitte Februar starten

Pflegedienstleiterin Katja Fischer vom Hopsiz am Deich freut sich über das Erreichte Foto: Diekmann

ALLERMÖHE Leuchtend hell fielen die Strahlen der Wintersonne in das Restaurant des Hansehofs am Allermöher Deich. Was Ralf Herzberg aber noch mehr freute als das Wetter war der Anblick, der sich ihm aus dem Seitenfenster bot. Denn während die Gäste zur Einweihung des Hospiz am Deich gekommen waren, wurde nebenan fleißig gearbeitet.

Bauarbeiter gossen die Bodenplatte des Anbaus, in dem Wohnzimmer und auch Küche des Hospizes untergebracht werden sollen. „Ein Moment, den wir lange herbeigesehnt haben“, sagte Ralf Herzberg, seit August vergangenes Jahres Geschäftsführer der Einrichtung, die in der ehemaligen Schule Allermöhe-Oberwärts entsteht.

Wenn es nach den Vorstellungen des Geschäftsführers, seinem 25-köpfigen Team, dem Stiftungsvorstand und auch Bauherr Michael Kolle gegangen wäre, dann hätten schon im Dezember die ersten Gäste in dem Hospiz aufgenommen werden sollen, zu dem die denkmalgeschützte alte Schule seit vergangenem Jahr umgebaut wird. Doch es ist eben noch längst nicht alles fertig: „Nach aktuellem Stand planen wir, Mitte Februar den Betrieb aufzunehmen“, sagte Herzberg.
Während das Team von Miko Bau glücklicherweise so gut wie alle Gewerke bedienen konnte, bremste das Warten auf benötigte Ingenieure und Experten sowie Materialknappheit den Baufortschritt immer wieder aus.

Info-Abende am 14. Februar und 14. März

Mit der Einweihung des Hospizes, die mit geladenen Gästen gefeiert wurde, sei nun ein weiterer Meilenstein erreicht, freute sich Ralf Herzberg. 17 Ehrenamtliche für das Hospiz am Deich wurden bereits im vergangenen Jahr ausgebildet, ab Mai wird es einen weiteren Kurs geben. Info-Abende dazu sind am 14. Februar und 14. März jeweils ab 18 Uhr geplant. Im Hamburger Hospiz am Deich, wie der offizielle Name lautet, wird es künftig Platz für 14 unheilbar erkrankte Menschen geben. Acht Gästezimmer befinden sich im Erdgeschoss, wo zuvor die Klassenzimmer waren, sechs weitere im Obergeschoss.

Träger ist die Stiftung Hamburger Hospiz, die im August 2022 gegründet wurde und aus dem Verein Hamburger Hospiz hervorgegangen ist. Er wurde bereits 1990 ins Leben gerufen und betreibt seit 2001 das Hospiz im Helenenstift in Altona. Der bisherige Verein wird zum Förderverein Hamburger Hospiz umgewandelt und um Freundeskreise für die Einrichtungen in Altona sowie in Allermöhe ergänzt.
Bei der Finanzierung übernehmen die Krankenkassen 95 Prozent der zuschussfähigen Kosten des stationären Hospizes. Den restlichen Anteil trägt das Hospiz, insbesondere durch Spenden, was beim Hospiz am Deich etwa 120.000 Euro pro Jahr bedeutet, erklärte die Stiftungsvorsitzende Elke Huster-Nowack. Das Hospiz ist daher auf Spenden angewiesen.

Die Kammersinfonie Hamburg gestaltet am Sonntag, 29. Januar, ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Hamburger Hospiz. Es beginnt um 11 Uhr im Großen Saal der Laeiszhalle. Karten für 30 Euro gibt es unter anderem hier: www.elbphilharmonie.de

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