23. Juli 2022
Billbrook

Wohnungsbau wird’s hier nicht geben

Gipfeltreffen zur Zukunft in Billbrook

In Billbrook an der Moorfleeter Straße reiht sich Industriebetrieb an Industriebetrieb  Foto: Timm

BILLSTEDT/BILLBROOK Es ist wie immer: Lkw ohne Ende donnern die Moorfleeter Straße auf und ab. Busse fahren hier tagsüber eher selten, zum Spazie-rengehen reizt wenig. Eigentlich soll sich hier schon lange eine Menge ändern, aber sichtbar ist wenig.

Immerhin: Kürzlich trafen sich, organisiert vom Billenetz, Vertreter des Bezirks-amts, von Hamburg Invest und Billstedter Stadtteilakteure zu einem Fachgespräch über das Industriegebiet.
Neuer Platz für Gewerbe, die Schaffung eines Mobilitätshubs, mehr wieder schiffbare Gewässer – das sind Stichworte, die die Billbrook-Experten nach Darstellung von Bettina Rosenbusch ins Gespräch brachten – derlei war schon vor Monaten zu hören. Auch die Tatsache, dass Wirtschaftsvertreter die Flüchtlingsunterkunft Berzeliusstraße gerne auf-gelöst sähen, ist keine Überraschung. Im April hatte der Bezirksversammlung Mitte ein Schreiben aus der Sozialbehörde vorgelegen, das die Verlängerung der Unterkunft wegen steigender Flüchtlingszahlen vorsah.

Rosenbusch berichtete, man habe aus dem Stadtteil Billstedt darauf aufmerksam gemacht, dass es doch passend sein könnte, nach interessierten Arbeitskräften unter dem Label „Young Talents“ nicht nur in Europa, sondern auch in Billstedt zu suchen.

Klar ist auch, dass in Billbrook keine neuen Wohnungen entstehen sollen – so wie es ursprünglich beabsichtigt war. Geltende Abstandsregeln zu Industriebetrieben stehen dem laut Rosenbusch entgegen. An verschiedenen Stellen wird es wohl zu mehr Zusammenarbeit mit Billstedter Akteuren kommen. Ein Schaden kann das nicht sein.

Übrigens: Zu Berufsver-kehrszeiten kommen aus Billbrook Leute mit Gelenkbussen zur Billstedter U-Bahn gefahren – offensichtlich gibt es jenseits der B5 weiterhin allerhand zu tun.

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