30. April 2021
Barmbek

Neues vom Förderverein

Kampf um die Nikodemuskirche geht weiter

Der Förder­verein will sich weiterhin für den Erhalt der Kirche starkmachen. Nun ging ein offener Brief an die Bischöfin Foto: Grell

OHLSDORF/FUHLSBÜTTEL Die Nikodemuskirche wegen fehlender Rentabilität mit einem Abschiedsgottesdienst, den der Kirchengemeinderat für den 2. Mai im Gemeindebrief angekündigt hatte, endgültig geschlossen werden.

Das will sich der Förderverein, der seit Jahren um den Erhalt der Kirche kämpft, nicht gefallen lassen und hat einen Eilantrag beim Kirchengericht eingereicht. Ein erstes Ziel ist erreicht, der Abschied und die damit verbundene Schließung wurden auf den Sommer verschoben. „Auch dagegen wehren wir vom Förderverein uns auf gerichtlichem Wege ebenso wie auf politischem Wege“, erklärt Sabine Oppelt, vom Förderverein. Eine abschließende Entscheidung über die Zukunft der Nikodemuskirche gibt es somit aktuell nicht, denn die gerichtlichen Schritte laufen noch. Der Förderverein hat einen offenen Brief an die Bischöfin, die Leitung des Kirchenkreises, geschrieben, um auf die Wichtigkeit der Kirche im Quartier hinzuweisen. Auch das Denkmalschutzamt wurde zusätzlich um Hilfe gebeten, um die alten Kulturschätze, wie den Altar und die Kirchenfenster, zu bewahren. Um die Finanzierung des Erhalts langfristig zu sichern, „könnte auch eine Fläche von 1000 Quadratmetern verpachtet werden“, so Oppelt. Dank der soliden Bauweise und des guten Zustandes des Daches seien auch die Kosten für den Erhalt überschaubar, so die Argumente des Fördervereins.

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