24. Juni 2020
Barmbek

Einstimmig: Alle sind für eine Skateranlage

E-Mail von Jugendlichen zeigt Wirkung. Jetzt beginnt zunächst die Standortsuche

Die Skateranlage in Eppendorf an der U-Bahn Kellinghusenstraße ist bei den Jugendlichen ein beliebter Treffpunkt Foto: Hörmann

KLEIN/BORSTEL Martina Lütjens ist zufrieden. Die CDU-Bezirksabgeordnete aus Klein Borstel hat mit ihrem Antrag auf Prüfung für die Einrichtung einer Skateranlage in den Stadtteilen Alsterdorf, Fuhlsbüttel oder Klein Borstel das Projekt auf den Weg gebracht. Der zuständige Regionalausschuss der Bezirksversammlung sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Verwaltung nach geeigneten Grundstücken oder Parkanlagen für einen Skaterpark sucht.

„Unsere älteren Kinder wollen einfach nicht vergessen werden. Auch sie haben ein Recht auf ihren Platz in unserem öffentlichen Raum. Aber ab einem gewissen Alter fallen sie durch das Raster. Das geht einfach nicht“, kritisiert Martina Lütjens, CDU-Bezirksabgeordnete in Klein Borstel. 15 Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil haben sich in einer E-Mail an die Abgeordnete gewandt – und sie ging der Sache nach, sprach mit den Jugendlichen und mit Anwohnern.

„Die Kinder spielen auf der Straße. Von morgens bis abends hören wir das Klickern der Räder ihrer Scooter und Boards wenn sie fahren. Das ist ein enormer Geräuschpegel und eine Belastung.“, beschreibt Anwohnerin Michaela Hans die Situation vor Ort. Auch sie möchte die Kids unterstützen und auf ihre Situation aufmerksam machen. Denn: Das Fahren mit den Skateboards und Stunt-Scootern auf den Straßen von Klein Borstel ist gefährlich. Aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Vincent (11) sagt: „Ich kann zu Hause nicht mit meinem Stunt-Scooter fahren. Da beschweren sich die Nachbarn. Und eine Möglichkeit in den Skatepark nach Eppendorf zu kommen, habe ich nicht. Wir wollen eine Möglichkeit für uns in der Nachbarschaft.“

Eine komplette Skateranlage braucht Platz, ob das klappt, ist nicht sicher. Aber auch einzelne Skate-Elemente wie eine „Mini-Rampe“ oder eine „Funbox“ würden helfen. Mehrere solcher Elemente dezentral aufgestellt im Bezirk Hamburg Nord könnten die Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche verbessern, hoffen die Lokalpolitiker.

 


Die CDU-Bezirksabgeordnete Martina Lütjens macht sich für eine Skateranlage stark Foto: CDU Hamburg-Nord

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