11. Februar 2022
Winterhude

Streit über den Wiesenstieg

Initiative und Bezirksamt uneinig über die Breite des Weges

Ist der Wiesenstieg zu schmal für die Corona-Zeit, in der Abstand gefordert ist?
Foto: Initiative Mühlenkamp

WINTERHUDE Ist der Wiesenstieg zu eng, insbesondere in Zeiten von Corona? Darüber ist ein Streit zwischen der Initiative Unser Mühlenkamp und dem Bezirksamt Hamburg-Nord entbrannt.

Der Wiesenstieg verbindet den Wiesendamm größtenteils als Fußweg mit dem Südring und ist daher ein beliebter und oft belebter Zugang zum Stadtpark. Nach Ansicht der Initiative Unser Mühlenkamp ist er viel zu schmal. Da er von hohen Hecken gesäumt wird, müssen diese regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit der Weg begehbar bleibt. Das hat die Abteilung Stadtgrün des Bezirksamtes in den Augen der Initiative in diesem Winter bislang nicht ausreichend getan. Gerade in Zeiten von Corona müssten die Hecken viel weiter zurückgeschnitten werden, findet die Initiative. „Der Gehweg ist schon zu normalen Zeiten als Hauptzubringer vom Quartier südlich des Stadtparks viel zu schmal, in Zeiten von Corona, wo wir aufgerufen sind, ausreichend Abstand zu halten, auf jeden Fall völlig unstrittig zu schmal“, kritisiert Bernd Kroll von der Initiative.

Das Bezirksamt sieht keinen Handlungsbedarf, „da der Gehweg eine ausreichend nutzbare Breite aufweist“, so die Abteilung Interner Service. Außerdem seien die Hecken „auf die Grenze gepflanzt“, auf die Grenze zwischen öffentlichem Grund und den angrenzenden Kleingärten. „Somit kann ein Rückschnitt bis zur Grenze nicht erfolgen, da sonst die Hecken eingehen würden“, argumentiert das Bezirksamt. In einer Eingabe hatte die Initiative Mühlenkamp nun den Rückschnitt der Hecken noch im Februar gefordert, da Bäume und Sträucher nur bis Ende Februar gestutzt werden dürfen und weil „die Hecken demnächst wieder auf beiden Seiten kräftig austreiben werden und der Gehweg damit noch einmal deutlich schmaler wird“, so Bernd Kroll, der außerdem findet, dass man die Hecken auf der Seite zum Gehweg „bis an den Stamm“ zurückschneiden kann, „denn auf der Seite zum Kleingarten hat sie ja genügend Platz zum Wachsen.“ Sonst, so Kroll, müssten viel mehr Stadtpark-Besucher/-innen mit dem Auto dorthin fahren.

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