29. Juli 2022
Winterhude

Ist der Baustopp bald beendet?

Wiederaufbau der Bootswerft Gustävel zieht sich

Eine Baustelle, auf der es vorangeht, sieht anders aus: Seit etwa einem halben Jahr tut sich hier auf dem Gelände der Bootswerft Gustävel am Goldbekkanal im Poßmoorweg gar nichts mehr.

WINTERHUDE Eine Baustelle, auf der es vorangeht, sieht anders aus: Seit etwa einem halben Jahr tut sich hier auf dem Gelände der Bootswerft Gustävel am Goldbekkanal im Poßmoorweg gar nichts mehr.

Anwohner wundern sich über den offensichtlichen Baustopp, denn vergangenes Jahr war der geplante Wiederaufbau der abgebrannten Werft im Quartier allgemein mit großer Freude aufgenommen worden. Doch warum geht es nicht voran?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord berichtet auf Anfrage des Hamburger Wochenblatts, es gäbe intern noch einige Punkte zu klären, bevor der Bau weitergehen kann. Dafür sei Anfang August ein Termin mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord, der Umweltbehörde und den Antragstellenden geplant. „Wir hoffen, dass die Bauarbeiten dann zeitnah wieder aufgenommen werden können“, so Larissa Robitzsch, Pressesprecherin des Bezirksamts Hamburg-Nord.

2020 hat es gebrannt

Die Bootswerft Gustävel war im September 2020 in Flammen aufgegangen. 130 Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz – unter Lebensgefahr wegen explodierender Gasflaschen. Das Großaufgebot von Löschtrupps kämpfte mit Wasserwerfern und Drehleitern, um ein Übergreifen der meterhohen Flammen auf benachbarte Wohngebäude zu verhindern. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, aber der Sachschaden war enorm. Man vermutet Brandstiftung, doch die Täter wurden nicht ermittelt. Rund 300 teils historische Boote wurden zerstört, die Bootshallen ein Raub der Flammen. Der Wiederaufbau war ein Signal der Hoffnung.

Die neue Bootswerft wird nicht nur einfach wieder aufgebaut, sondern soll vor allem auch alle modernen Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise einen Anschluss an die Kanalisation, das erklärte jetzt Inhaber Axel Bartels vor dem Baubeginn gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Aus Sicht der Anwohner sollte zudem von Seiten der Behörde sichergestellt werden, dass sich ein solches Inferno nicht wiederholen kann. „Wir als Anwohner machen uns Sorgen, ob der Brandschutz ausreichend berücksichtigt, wird“, sagt Nachbar Frank P., „ein Hydrant wäre aus meiner Sicht wünschenswert und würde bedeuten, dass die Feuerwehr das Wasser nicht aus der Alster pumpen muss.“
Diese und andere Fragen zum Thema Brandschutz müssen die Behörden klären.

Der fachübergreifende Termin im August bringt möglicherweise wieder einen neuen Schwung in das Bauprojekt Bootswerft Gustävel.

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