6. Mai 2022
Winterhude

Gedenktafel und Grünanlage

Beschlüsse wurden wieder aufgenommen

Eine Gedenktafel für die Namensgeberin des Marie-Jonas-Platzes soll jetzt realisiert werden 
Foto: CDU-Nord

WINTERHUDE In monatlichen Bezirksversammlungen und zahllosen Ausschüssen setzen sich Kommunalpolitiker ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebenssituation der Bürger in Hamburg-Nord ein.

Beschlüsse der kommunalpolitischen Gremien werden von der Verwaltung umgesetzt. Man sieht also die Früchte der Arbeit im Quartier. Manchmal warten die gewählten Vertreter jedoch Jahre und es passiert – nichts. Die CDU-Fraktion hat Akten gewälzt und hat dabei gleich zwei in der Bezirksversammlung beschlossene Anträge gefunden, die einfach „versackt“ sind. Der Fall Nummer eins ist eine vor zweieinhalb Jahren beschlossene Gedenktafel, die die Namensgeberin des Marie-Jonas-Platzes in Eppendorf ehren soll. Einstimmig verabschiedet und dann wohl einfach vergessen oder der Personalknappheit im Bezirksamt zum Opfer gefallen, soll sie jetzt neu auf den Weg gebracht werden. Caroline Mücke-Kemp, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, hat mit einem Antrag nachgefragt und freut sich über die breite Zustimmung, die Gedenktafel zeitnah zu realisieren. „Es ist schön zu sehen, dass die Abgeordneten sich für eine lebendige Erinnerungskultur einsetzen“, sagt die Bezirkspolitikerin, „das macht Mut für weitere Projekte.“ Das Bezirksamt wurde beauftrag, die Kosten für die Tafel zu ermitteln und diese aufzustellen.

Philipp Kroll (CDU) erinnerte an einen Antrag, der bereits seit 40 Jahren einen Dornröschen-Schlaf schläft: Der Abgeordnete möchte eine Grünanlage entlang des Goldbekkanals schaffen, einen Grünstreifen zwischen Bellevue und Goldbekplatz und damit eine durchgehende Grünverbindung zwischen Alster und Stadtpark. Ziel der Abgeordneten vor 40 Jahren war, die Ufer der Gewässer der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Eine Idee, die alle Fraktionen begeisterte, doch die Kosten für das Projekt werden mutmaßlich erheblich sein. Daher überwiesen die Bezirksabgeordneten den Antrag zur Prüfung in den zuständigen Fachausschuss. Ob er danach weitere 40 Jahre träumen wird, bleibt offen.

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