30. Mai 2022
Winterhude

Das Kunstzentrum der Zukunft

Kampnagel wird aufwändig saniert

Der industrielle Charakter von Kampnagel soll auch nach Abschluss der Sanierung und mit zeitgenössischen Anbauten erhalten bleiben Foto: Busse

WINTERHUDE Das französische Architekturduo Lacaton & Vassal hat jetzt im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die Sanierung und Erweiterung von Kampnagel erhalten.

Ende 2019 hatte der Bund beschlossen, die Sanierung Kampnagels mit bis zu 60 Millionen Euro zu unterstützen. In gleicher Höhe soll die Stadt finanzieren. Das internationale Produktionshaus, das Anfang der 1980er Jahre auf dem Gelände einer ehemaligen und heute denkmalgeschützten Kranfabrik entstanden ist, soll damit auch architektonisch fit für die Zukunft aufgestellt werden. Die Umsetzung soll ab 2025 bei durchgehendem Spielbetrieb erfolgen.

Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal zählen zu den international wichtigsten Vertreter/-innen einer Architektur, die sowohl die ökonomischen als auch die ökologischen Grundlagen des Bauens hinterfragt, bestehende Werte bewahrt und außergewöhnliche Lösungen entwickelt. Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard: „Bei ihrem Konzept für Kampnagel hat die Herangehensweise überzeugt: die Geschichte und gewachsene Struktur des Ortes zu berücksichtigen, ohne Fragen von Klima, Nachhaltigkeit, neuen Funktionen und Sichtlinien zu vernachlässigen.“ Für Kultursenator Carsten Brosda zählt die Sanierung zu den Projekten, die die Stadt auch im internationalen Vergleich weiter stärken werden. Dabei sollen die historischen Hallen geöffnet und für einen flexiblen Spielbetrieb ausgestattet werden. Kassen, Foyers, das Verwaltungsgebäude und das Restaurant sollen ebenfalls überarbeitet werden.

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