3. Juli 2021
Winterhude

Dämmen Schilder die Partyszene ein?

Winterhuder Kai: Viel Ärger und kein Ende

Erreicht man mit diesen Formulierungen die Jugendlichen? Die Linken meinen, nein
Foto: ch

WINTERHUDE Immer neue Eingaben über die ausufernde Partyszene auf dem kleinen Grünzug an der Alster erreichen die Gremien des Bezirksamts Hamburg-Nord.
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„Die Situation ist für uns absolut untragbar geworden. Wir leiden körperlich unter dem lärmbedingten nächtelangen Schlafentzug“, schreibt ein neuer Petitent an den Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude. Hauptgrund: die Musik aus Lautsprechern vom Ausmaß „eines mittelgroßen Schrankmöbels“. Anlass für eine erregte Debatte im Ausschuss über das Sommer-Dauerproblem, auch anlässlich eines Alkoholverbots in Vorbereitung für den Winterhuder Kai.
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Das Bezirksamt hofft, die Jugendlichen mit Schildern „in Bauzaungröße“ zur Einsicht zu bringen. Sie weisen darauf hin, dass in Grünanlagen ganztägig kein Lärm erzeugt werden darf und dass „erhebliche Belästigungen unbeteiligter Personen durch Geräusche“ vermieden werden müssen. Außerdem, dass kein Müll hinterlassen und nicht uriniert werden darf. Für die Linken viel zu streng formuliert. Damit würde man die Jugendlichen nicht erreichen. Überhaupt brachen die Linken eine Lanze für die Jugendlichen, die nach den Lockdowns Interesse am Feiern im Freien hätten.
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„Wo sollen die denn hin? Man muss Räume für die Jugendlichen schaffen“, forderte Abgeordnete Sabine Heimfeld. Der Sprecher der Linken, Keyvan Taheri, beklagte die Härte der Polizei am Winterhuder Kai. Die von Sebastian Haffke (SPD) umgehend verteidigt wurde. Die Polizei sei „sehr bedacht“ vorgegangen. Vorerst bleibt nur die Hoffnung, dass die Bauzaunschilder beachtet werden und vielleicht der Verlust von Alkohol Wirkung zeigt.

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